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KRONE trailerforum 1-2011

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Porträt Nah an StraSSe,

Porträt Nah an StraSSe, Schiene und Verkehrsministern Die Familienspedition Winner aus dem Sauerland organisiert kombinierten Verkehr auf allen Ebenen: mit eigenen Ganzzügen zwischen Deutschland und Italien, aber auch mit Geschäftsführerin Gudrun Winner- Athens als wichtiger Multiplikatorin der Branche vor und hinter den Kulissen in Berlin. Ihr Großvater hat die Winner-Spedition gegründet. Heute gehört die Firma Gudrun Winner-Athens und ihrem Cousin Willi Winner je zur Hälfte. G udrun Winner-Athens ist weit gereist, meist unterwegs zwischen Frankfurt und Berlin, Italien, Polen oder Tschechien. Doch ihr Ruhepol und das prägende Zentrum der mehr als 60-jährigen Geschichte ihres Familienunternehmens liegen fernab der großen Hauptstädte. Stahlprofis in dritter Generation Der Stammsitz der Winner-Spedition liegt in Iserlohn im Sauerland. Mit dieser Lage inmitten einer traditionellen Stahlregion boten sich Chancen, die bereits von drei Winner-Generationen genutzt wurden. Und wenn die Firmenchefin heute über den Speditionshof an der A 46 geht, werden auch die persönlichen Wurzeln deutlich, die sie mit dem Standort verbinden. „Hier bin ich groß geworden, habe als Kind glücklich zwischen Sackkarre und Fettpresse gespielt.“ Das Spielfeld Spedition ist ihr geblieben. Es ist aber nur eines von mehreren. Winner-Athens pendelt als geschäftsführende Gesellschafterin der Winner-Spedition zwischen verschiedenen Standorten ihres Unternehmens, pendelt zwischen Politik und Wirtschaft, zwischen Straße und Schiene. Denn sie ist die Außenministerin des Familienunternehmens, das sie gemeinsam mit ihrem Cousin leitet. Gleichzeitig ist sie die Vorsitzende des Verwaltungsrats der Frankfurter Kombiverkehr, die 250 Speditionen und Transportunternehmer als Kommanditisten und Kunden zu Europas größtem Operateur gemacht haben. Auf allen Spielfeldern ist Winner-Athens „von der Idee getrieben, im Güterver- 10 trailerforum

Im letzten Abendlicht rollt er davon: Weniger als 24 Stunden braucht der Winner-Zug vom Terminal Wuppertal bis nach Verona. kehr die Vorzüge von Straße und Schiene zu verbinden“. „Etwa 80 Prozent unserer alpenquerenden Transporte laufen über die Schiene, der Rest über die Straße“, ergänzt Robert Wienecke. „Das Gros der Menge läuft über unsere Ganzzüge, die wir seit Jahren zwischen Wuppertal und Verona fahren, seit letztem Jahr auch zwischen Wuppertal und Piacenza.“ Als Mitglied der Winner-Geschäftsleitung ist Wienecke für alle operativen Belange der Spedition verantwortlich. Er kennt alle Details. „Um 21 Uhr fährt der Verona-Zug in Wuppertal ab und ist um 19 Uhr am nächsten Tag in Verona. In weniger als 24 Stunden aus dem Ruhrgebiet nach Norditalien, kriegen Sie das mal auf der Straße hin!“ Kühle Rechner gefragt Auch Wieneckes Herz schlägt für den kombinierten Verkehr. Wie bei allen rund 350 Winner-Mitarbeitern. Möglicherweise ist das Einstellungsvoraussetzung? Dabei ist er nicht der Typ „Bahnromantiker“. Eher der Typ „kühler Rechner“. „Keine Spedition hat etwas zu verschenken. Kombinierter Verkehr muss sich Züge kennen kein Sonntagsfahrverbot rechnen und das tut er, wenn man seine Vorteile richtig nutzt.“ Besonders beim Verkehr über die Alpen kommt da einiges zusammen. „Die Züge fahren auch über das Wochenende, in Tirol haben wir kein sektorales Fahrverbot; wir haben vier Tonnen mehr Nutzlast pro Lkw; wir sind schnell da, wo wir hinmüssen und wir haben eine unschlagbare Emissionsbilanz.“ Er hat ausgerechnet, dass ein Zug zwischen Wuppertal und Verona gegenüber dem reinen Straßentransport fast 70 Prozent der transportbedingten Emissionen des Klimakillers Kohlendioxid (CO 2 ) spart – bei jeder Fahrt sind das 29,1 Tonnen CO 2 . Andererseits weiß Wienecke auch, dass eigene Züge das Optimum im KV sind, das nicht jeder nutzen kann. „Wir haben damit den zusätzlichen Vorteil, immer garantierte Plätze für unsere Ladung zu haben. Aber wir müssen auch pro Tag, Zug und Richtung 1.000 Tonnen Fracht organisieren.“ Da müssen auch die Terminals mitspielen, damit die Anund Abfahrt der Lkws problemlos erfolgen, die Ladung pünktlich verladen und wieder bereitgestellt werden kann. „Wir bevorzugen daher kleine Terminals wie Wuppertal und meiden große Terminals wie Köln-Eiffeltor, die an der Kapazitätsgrenze arbeiten.“ Ausflug in die Politik Beim Thema Terminals wechselt die Chefin auf die politische Ebene. „Viele Knotenpunkte sind tatsächlich Zur Person Ihr Vater war ihr großes Vorbild, und so ist Gudrun Winner- Athens als frischgebackene Diplom-Kauffrau direkt nach ihrem Betriebswirtschaftsstudium in Münster und Göttingen in die Familienspedition eingestiegen. Bei der Erziehung ihrer Tochter konnte sie neben der Unterstützung von Mann und Mutter auch auf die des damals betriebseigenen Kindergartens bauen. Die Tochter studiert inzwischen – ebenfalls Wirtschaft. trailerforum 11

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