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KRONE trailerforum 1-2011

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Clever Kombiniert

Rund 600 Wechselbrücken

Rund 600 Wechselbrücken gehören zum Fuhrpark, plus 350 Sattelauflieger und 150 Schwerlastbrücken. Zum Unternehmen 70.000 Quadratmeter Hallenfläche, 15 Standorte in Deutschland, Polen, Tschechien und Italien. Die Winner-Spedition hat als Stahlspezialist alle Niederlassungen als ebenerdige Drive-in-Läger konzipiert und mit Krananlagen von 3 bis 32 Tonnen ausgerüstet. Damit können Packstücke in allen Gewichtsklassen gehoben, gesenkt, verladen und gelagert werden. 2010 hat die Firma 770.000 Sendungen mit einem Gesamtgewicht von 1,8 Millionen Tonnen abgewickelt und damit einen Umsatz von 106 Millionen Euro erwirtschaftet. überlastet, weil der kombinierte Verkehr seit Jahren deutliche Steigerungsraten aufweist. Wenn die Politik wirklich will, dass weiter Verkehr verlagert und Straßen entlastet werden sollen, dann muss sie mehr Mittel für den Bau von Terminals zur Verfügung stellen.“ Winner-Athens rechnet das genau nach: „2011 waren es nach Nachbesserungen zwar 80 Millionen Euro. Das sind aber immer noch 30 Millionen weniger als 2009!“ Politikern den Blick geöffnet In den letzten 20 Jahren hatte die Mutter einer erwachsenen Tochter reichlich Gelegenheit, ihre Argumente auf dem politischen Parkett vorzutragen. Seit Winner-Athens 1990 Mitglied des Verwaltungsrats der Kombiverkehr wurde, deren Vorsitz sie seit 2002 innehat, sah sie acht Bundesverkehrsminister kommen und sieben gehen. Von Günther Krause über Matthias Wissmann, Franz Müntefering, Reinhard Klimmt, Kurt Bodewig, Manfred Stolpe, Wolfgang Tiefensee bis Peter Ramsauer. Den meisten hat sie entweder als Verwaltungsratsvorsitzende oder auch als Vorsitzende des Verkehrsausschusses des Deutschen Industrie- und Handelstags, die sie über neun Jahre war, „den Blick geöffnet“, wie sie es nennt. „Man muss klar sagen, wo es hapert.“ Aber bei aller Klarheit und höchstem Einsatz dürfe man den eigenen Einfluss nie überschätzen. „Ich bin ja auch eine Patin des Masterplans Logistik, aber als die erste Fassung herauskam, war ich doch sehr enttäuscht.“ Erst nach mühsam erreichten Nachbesserungen sei es zu einem annehmbaren Ergebnis gekommen. „Bei aller Nähe muss man in der Politik lernen, persönlich auch Distanz zu üben und zu halten.“ Gemeinschaftlich geführtes Familienunternehmen Das ist in ihrer Spedition anders. „Winner-Spedition, das lebe ich. Das ist wie Fleisch und Blut.“ Ihr Großvater hat die Spedition 1946 gegründet. Dessen zwei Söhne hatten jeweils zwei Kinder. „Wir haben entschieden, dass aus jedem Familienstamm nur ein Mitglied in der Geschäftsführung vertreten sein kann.“ So kam es, dass 1979 Cousin Willi Winner ins Unternehmen einstieg. Gudrun Winner-Athens folgte 1981. Beide haben Betriebswirtschaft »Winner-Spedition, das lebe ich. Das ist wie Fleisch und Blut.« studiert und beide halten heute 50 Prozent der Firmenanteile. Die Aufgaben haben sie klar verteilt. Willi Winner vertritt Finanzen, Personal, Einkauf und Technik, seine Cousine Spedition, Vertrieb, Organisation, Strategie und Unternehmensbeteiligungen. Gemeinsam bauten sie die regionale Spedition zu einem internationalen Stahlspezialisten für Langgut aus, der südlich und nördlich der Alpen Kunden hat, die je- 12 trailerforum

In der Telefonwarteschleife ihrer Firma lässt Gudrun Winner-Athens ABBA spielen: The Winner takes it all. weils die auf der anderen Seite produzierten Produkte benötigen. Qualität seit 2010 stabil „Bei unserer Spezialisierung kommt uns der kombinierte Verkehr natürlich besonders gelegen, weil schwere Lasten über lange Strecken damit besonders effektiv zu transportieren sind“, meint Winner-Athens. Und was ist mit den oft beklagten Leistungsmängeln im Kombinierten Verkehr? „In Hochzeiten der Konjunktur gibt es mitunter Kapazitätsengpässe und Unpünktlichkeiten. Speziell nach dem Krisenjahr 2009 konnten die Bahnen die Ressourcen an Wagen und Lokführern nicht schnell genug hochfahren. Aber seit Herbst 2010 hat sich die Qualität mehrheitlich stabilisiert.“ Und augenzwinkernd fügt sie hinzu: „Wenn wir mal ehrlich sind, dann klappt auf der Straße doch auch nicht alles.“ Ihre Strategie sei es, stets mehrgleisig zu fahren, um mögliche Risiken zu begrenzen. „Deshalb haben wir einen Zwei-Marken-Fuhrpark und deshalb fahren wir unsere Ganzzüge auf zwei verschiedenen Strecken über die Alpen – den einen über den Brenner, den anderen über die Gotthard-Route. Wenn eine Alpenquerung überlastet ist, haben wir immer noch die andere.“ Der positive Nebeneffekt sei, dass der Zug über die Schweiz in Piacenza endet, von wo aus der Raum Turin optimal bedient werden könne, und der Italien-Zug in Verona. „Von dort aus können wir bei unserer frühen Ankunft noch am nächsten Morgen Rom beliefern. Das sind 48 Stunden Laufzeit vom Ruhrgebiet bis in die italienische Hauptstadt – nicht länger als ein durchgängiger Straßentransport.“ Feste Preise für ein Jahr Der Nachsatz ist ihr wichtig. Auf keinen Fall möchte sie als reine Bahnspediteurin missverstanden werden. „Wer auf kombinierten Verkehr setzt, der weiß um die Vorzüge beider Transportwege. Und auf die Flexibilität des Lkw kann keine Wirtschaft und keine Spedition verzichten.“ Auf der anderen Seite könne Winner dank der intensiven Nutzung des KV eine besondere Verlässlichkeit bieten: Kunden erhalten feste Die Flexibilität des Lkw ist für die Wirtschaft unverzichtbar Preise übers Jahr, die unabhängig von saisonalen Schwankungen und Preisen auf dem Spotmarkt gelten. „Der langfristige Einkauf von Bahnkapazitäten ermöglicht uns und unseren Kunden eine feste Kalkulationsgrundlage. Das schafft Vertrauen und dauerhafte Beziehungen.“ Sie verzichtet dabei bewusst auf mögliche Pokerrunden im Juli, wenn in Italien vor den Ferien noch einmal die Produktion hochfährt und kaum ein Lkw mehr zu bekommen ist. „Da wären dann kurzfristig mal 300 Euro mehr pro Ladung drin, aber Zuverlässigkeit und Kontinuität machen sich langfristig viel mehr bezahlt.“ trailerforum 13

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