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KRONE trailerforum 1-2011

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tHEMA Lang-Lkw

tHEMA Lang-Lkw Feldversuch des Bundes 2011 Aktuell stehen die Bundesländer Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hessen, Bayern, Sachsen und Thüringen hinter dem Feldversuch. Sachsen-Anhalt verhält sich neutral, hat aber schon potenzielle Strecken gemeldet. Mecklenburg-Vorpommern will individuell Anträge von Transportunternehmen prüfen. In Baden-Württemberg will die neue grün-rote Regierungskoalition die bisherige Zustimmung zurückziehen. Ärgerlich, weil zwischenzeitlich über 40 Speditionen über 100 mögliche Lang-Lkw aus Baden- Württemberg gemeldet hatten und Investionen getätigt haben. In Hamburg hat sich der neue SPD-Senat noch nicht endgültig positioniert. Möglich bleibt zumindest eine Durchfahrt des Stadtstaates auf den Bundesautobahnen. „Wir halten an unserem Feldversuch mit Lang-Lkw fest. Wir wollen neue, zukunftsfähige Wege gehen und schaffen mit dem Feldversuch die Möglichkeit, Verkehrszuwachs mit den Erfordernissen des Klimawandels in Einklang zu bringen“, sagte Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer auf Anfrage von trailerforum. Er rechnete bisher damit, dass der Startschuss für den Feldversuch mit den 25,25 Meter langen und bis zu 44 Tonnen schweren Lang-Lkws „in den nächsten Monaten beziehungsweise im Sommer“ erfolgt. Aktuelle Meinungen zum Versuchs-hin-und-her »Das ist eine rein ideologische Diskussion und deshalb ziehen wir uns da nicht zurück. Wir prüfen Alternativen: Wir könnten zum Beispiel mit den Lang-Lkw direkt auf der Autobahn starten, wenn wir ihn dort erst aufbauen. Das ist sicher sehr aufwändig, aber das ist es uns wert.« Thomas Schwarz, Spedition Schwarz Herbrechtingen »Ich habe mit diesem erneuten Widerstand durchaus gerechnet. Ich gehe aber davon aus, dass das Interesse an dem Versuch auch mit einer reduzierten Fläche noch da sein wird. Wir warten auf ein offizielles Statement vom Verkehrsminister. Deutschland kann das Thema aufschieben, sich ihm aber langfristig nicht verschließen.« Arnulf Bleck, Leiter Flottenmanagement beim Osnabrücker Textillogistiker Meyer & Meyer »Es ist schade, dass wir in Deutschland die ökologisch und wirtschaftlich optimalen Möglichkeiten des Lang-Lkws nicht nutzen dürfen. Wir testen zudem Lkws mit Erdgasantrieb und diese Technologie wäre auf lange Kombinationen übertragbar – darüber würde ich gern mal mit den Entscheidern diskutieren.« Herbert Hausherr, Geschäftsführer COTRANS LOGISTIC Wolfsburg: bei dieser Innenhöhe drei Geräte übereinander aufnehmen kann. Speziell Qualifizierte Fahrer Doch nicht nur von technischer Seite haben die Partner den Feldversuch gründlich geplant – auch das Personal der Spedition wurde umfassend vorbereitet. Mit Schulungen für Sicherheit und ökonomisches Fahren hat das Unternehmen seine Mitarbeiter aktiv und gezielt auf das Thema eingestellt. „Unsere Fahrer sind hoch motiviert für diese Aufgabe und zeigen sich mit den Fahreigenschaften und der Rangierbarkeit des Gespanns hochzufrieden“, berichtet der Spediteur. Last verteilt sich auf mehr Achsen Dank computergesteuerter Berechnung lässt sich das vorhandene Volumen, auch bei einer Beladung mit unterschiedlichen Haushaltsgeräten, optimal nutzen. Ein weiterer Vorteil: Dank der zusätzlichen Achsen reduziert sich bei gesteigertem Ladevolumen gleichwohl die Achslast. „Eine herkömmliche Kombination hat bei demselben Gewicht drei Achsen weniger – hier punktet der Lang- Lkw mit niedrigeren Achslasten und schonender Nutzung der vorhandenen Infrastrukur“, so Thomas Schwarz. Denn gerade bei Haushaltsgeräten kommt weniger das Gewicht, sondern umso stärker das Volumen zum Tragen: So bleibt der 25,25 Meter lange Zug deutlich unter 40 Tonnen – bei 20 % weniger CO 2 pro Großgeräteeinheit wesentlich erhöhtem Ladevolumen im Vergleich zu den bisher eingesetzten Hängerzügen. Gemessen an den transportieren GGEs (eine Großgeräteeinheit entsprechend einem Standard- Haushaltsgerät), transportiert Schwarz mit einem Lang-Lkw nun 280 GGEs – statt 200 auf einem herkömmlichen Jumbo-Hängerzug. „Das Ladevolumen wächst um 40 Prozent, die CO 2 -Emission pro transportierter GGE nimmt nach unseren Kalkulationen um fast 20 Prozent ab, von bisher 5,01 Gramm pro Kilometer auf 4,03 Gramm pro Kilometer“, erläutert Thomas Schwarz. Ein weiterer Aspekt: Um auch die Rückfahrten optimal auszulasten, hat man ein Rundlaufsystem geschaffen, das die Auslastung der Lkws sicherstellt und unnötige Leerfahrten vermeidet. Wissenschaftliche Begleitung des Tests Die Berechnungen überzeugten auch den Auftraggeber BSH. „Die Logistik so effizient wie möglich zu gestalten und Emissionen zu reduzieren, gehört zu unserem Selbstverständnis, im Mix aller Verkehrsmittel“, so BSH-Logistikleiter Bauerfeind. „In den geeigneten Verkehren eingesetzt, kann der Lang-Lkw aus unserer Sicht einen wesentlichen Beitrag zur Optimierung der Warenströme leisten und die Zahl der notwendigen Transporte reduzieren.“ Doch es gibt immer wieder offene Fragen. Wann die ersten konkreten Resultate aus dem Praxistest vorgelegt werden können, ist unklar. Nach dem Widerstand der neuen Landesregierung Baden-Württembergs, muss die Spedition Schwarz im wahrsten Sinne des Wortes neue Wege finden. Gemeinsam mit dem Partner BSH arbeitet sie nun an einer alternativen Lösung. Nichts für Innenstädte „Besonders wichtig ist uns daher die wissenschaftliche Begleitung und Auswertung des Versuchs. Nicht nur Bund und Länder, sondern auch die Kommunen sollten eng einbezogen werden“, so Schwarz. Schließlich rollen die Lang- Lkws auf dem Weg zu den Lagerstandorten zwangsläufig auch über Gemeindestraßen. „Sicher ist allerdings auch eines: In Innenstädten wird ein Lang-Lkw niemals fahren“, sagt Schwarz. Für ihn ist der Lang-Lkw ein Transport modell der Zukunft – wenn auch kein Allheilmittel. „Ein Anteil von maximal 10 Prozent am gesamten Straßengüterverkehr halte ich für realistisch – gezielt bei Transportaufgaben, wo die Vorteile des Lang-Lkw zum Tragen kommen.“ 18 trailerforum

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