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KRONE trailerforum 1-2011

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Rubrik Drei Fragen an…

Rubrik Drei Fragen an… Fahrer.“ Gründe seien vor allem, dass viele Fahrer altersbedingt ausscheiden, aber zu wenig nachkommen, weil die Bedingungen in Zeiten von Vollbeschäftigung als unattraktiv gelten. Trotz vieler Vorteile des KV denken aber bisher vor allem Transportunternehmer, die Wechselbrücken einsetzen, beim Kauf an die Kombifähigkeit der Ausrüstung. „Bei Wechselsystemen liegt der Anteil der kombifähigen Brücken im deutschen Sprachraum bei 90 bis 95 Prozent“, berichtet Dr. Frank Albers, Vertriebsleiter National im Hause KRONE. Anders sieht es bei Sattelaufliegern aus. „Hier liegt der Anteil der kombifähigen Ausrüstung in Deutschland, Österreich und Italien bei circa 14 Prozent. In anderen Ländern wie Frankreich und Spanien ist er noch deutlich geringer.“ Dabei ist die Liste der Nachteile des KV-Sattels kurz. „Die für Kranung und Schienentransport notwendigen Rahmenverstärkungen bedeuteten einen Nutzlastverlust von maximal 180 Kilogramm und einen Aufpreis von rund 8 bis 10 Prozent.“ Dafür halten Sattelauflieger, die im KV eingesetzt werden in der Regel deutlich länger. Dr. Albers ergänzt: „Sie fahren ja auf der Langstrecke mit der Bahn; auf der Straße kommen da normalerweise nicht mehr als 50.000 bis 70.000 Kilometer im Jahr zusammen.“ 1. Der kombinierte Verkehr (KV) soll sich wirtschaftlich lohnen, Straßen entlasten und die Klimabilanz des Transports verbessern. Aber ist KV angesichts der tatsächlich transportierten Mengen nicht nur ein Zwerg im Verhältnis zum reinen Straßenverkehr? »Der KV ist keinesfalls ein Zwerg. 2009 wurden laut Statistischem Bundesamt in Deutschland 32,2 Millionen Tonnenkilometer (tkm) im KV transportiert. Das ist statistisch gesehen etwa ein Drittel der Leistung des gesamten Schienenverkehrs und 7,5 Prozent des reinen Straßenverkehrs. Doch erstens sind 32 Millionen tkm keine Zwergenlast, zweitens muss man wissen, dass der größte Anteil im Straßenverkehr Steine und Erden im Nahverkehr betrifft. Das sind Transporte über kurze Distanzen. Das ist nicht verlagerungsfähig. An den verlagerungsfähigen Transporten hat der KV einen nennenswerten und nicht zu unterschätzenden Anteil, der gerade angesichts der hoch belasteten Straßenverkehrsinfrastruktur immer wichtiger wird. Und bis 2030 kann sich die Transportmenge im KV durchaus verdoppeln.« 2. Ab welcher Entfernung lohnt sich KV? »Im Normalfall ab rund 500 Kilometern. Abhängig von der Strecke und vom Transportgut kann es aber auch deutlich mehr oder weniger sein.« 8 trailerforum

5 fragen an ... ... Thore Arendt: 3. KV funktioniert nur mit Subventionen, hört man immer wieder. Ist das richtig? »Nein. So wie der Staat Straßen bauen muss, damit Lkw-Transporte funktionieren, muss er auch KV-Terminals fördern, damit Güter auf die Schiene wechseln können. Diese Förderung ist auch weiter nötig, weil der KV stark wächst und wir sonst an den Terminals Engpässe bekommen. Wenn man Autobahnen baut, braucht man auch leistungsfähige Auffahrten. Genauso ist es im KV: Um die Leistungsfähigkeit weiter zu erhöhen, müssen nicht nur die Engpässe im Schienennetz beseitigt werden, etwa im Raum Hannover oder entlang des Rheins, sondern brauchen wir auch weitere Umschlagterminals und müssen bestehende etwa durch Portalkräne effizienter machen.« 4. Würden Sie auch sagen, dass die Rollende Landstraße, kurz Rola, ohne Subventionen auskommt? »Die Rola rechnet sich generell nur mit Subventionen. Denn auf einen normalen Rola-Zug passen nur 23 Lkws. Auf einen vergleichbaren Zug im unbegleiteten kombinierten Verkehr passen 40 Lkw-Ladungen. Viele Politiker unterstützen jedoch die Rola, weil der Verlagerungseffekt psychologisch leichter zu vermitteln ist.« »KV ist keinesfalls ein Zwerg.« 5. Viele Transportunternehmer haben aber überhaupt keine kranbaren Ladeeinheiten. Was sagen Sie denen? »Die Möglichkeiten im KV werden steigen. Auf Verladerseite wird die Nachfrage nach umweltfreundlichen Verkehren zunehmen. Deshalb sollte jeder die Ausrüstung haben, um den unbegleiteten KV zu nutzen. Das gilt nicht nur für Standardequipment wie Wechselbrücken oder Sattelauflieger, sondern selbst für Spezialgebiete wie Kühltrailer. Auf der Straßenseite gilt es unserer Meinung nach auch, sich genügend Fahrgestelle für 40- und 45-Fuß-Container zu besorgen, weil der Marktanteil dieser Boxen klar steigt.« Thore Arendt (37) ist stellvertretender Geschäftsführer der Studiengesellschaft für den kombinierten Verkehr (SGKV). Die SGKV dient in erster Linie als politische Fachberatung des Bundesverkehrsministeriums und hat deshalb seit 2008 ihren Sitz in Berlin. trailerforum 9

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