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KRONE trailerforum 1-2012

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Partner Die elektronische Steuerung der Kühlaggregate sichert eine optimale Nutzung der Kapazitäten der Kühltrailer und die lückenlose Temperaturkontrolle (Hydrogenfluorchlorkohlenwasserstoff) war etwas weniger gefährlich, ent-hielt aber auch noch Chlor und wurde daher schrittweise abgeschafft. Carrier, der Marktführer für Kühltechnik, verwendet heute die Wasserstoffgemische R 404 für tiefe und R134 für positive Temperaturen, wobei 90 Prozent der Produktion auf R404 entfallen. „Aber auch diese natürlichen Gase sind schädlich für das Klima, wenn sie freigesetzt werden“, gibt Lionel Pourcheresse zu bedenken. „Ein Kilogramm R404, das in die Atmosphäre entweicht, entspricht 3.860 Kilogramm CO 2 . Darum wird größter Wert darauf gelegt, dass das geschlossene Kühlsystem wirklich nirgends leckt. Dafür schreiben EU-Vorschriften jährliche Kontrollen vor.“ Da jüngste Studien festgestellt haben, dass immer noch viel Schäden durch entwichene Kühlgase entstehen, erwägt die EU- Kommission eine weitere Verschärfung der Vorschriften. Carrier will dem vorgreifen und künftig R404 durch natürliche, weniger umwelt- und klimaschädliche Gase, beispielsweise CO 2 , ersetzen. „Carrier fertigt schon seit einigen Jahren Kühlaggregate mit CO 2 für Kühlhäuser und hat 2011 einen ersten Seecontainer mit einem Kühlaggregat auf CO 2 -Basis vorgestellt“, berichtet Lionel Pourcheresse. „Die dabei gesammelten Erfahrungen sollen den Aggregaten für Straßenfahrzeuge zugute kommen.“ Immer sparsamer und immer leiser. Zu den Umweltauflagen gehört auch die Forderung nach sparsamem Verbrauch des immer teureren Dieseltreibstoffs für den Motor, der den Kompressor für den Kühlmittelkreislauf antreibt und Kühlautonomie sichert, egal ob der Lastzug fährt oder steht. Darum will man mit immer kleineren Motoren auskommen. „Ein weiterer Zwang sind die immer schärferen Lärmvorschriften“, meint Lionel Pourcheresse. „Mit der Neubelebung der Stadtzentren kehrt auch der Handel dorthin zurück, doch hier ist die nächtliche Belieferung komplizierter als bei den Supermärkten am Rande der Stadt, denn die Anwohner wollen nicht aus dem Schlaf gerissen werden.“ In den Niederlanden habe 2004 eine Handelskette die sogenannte Piek-Norm entwickelt, der zufolge nur Kühlfahrzeuge mit weniger als 60 Dezibel Geräuschentwicklung die verkehrsarmen Nachtstunden für die Anlieferung nutzen dürfen. Diese Forderung erfüllen Kühlaggregate, bei denen die relativ laute mechanische Kraftübertragung per Keilriemen zwischen Dieselmotor und Kompressor durch eine vollelektronische Lösung ersetzt wurde. Der Dieselmotor treibt dann direkt einen Generator an, der den Strom erzeugt, mit dem der Kompressor und die anderen Elemente des Kühlaggregats betrieben werden. Außerdem kann jetzt auch die für manche Transporte nötige Heizung elektrisch betrieben werden. Mit dem Turbolader auf bis ZU 14.800 WaTT Das leistungsstärkste unter den Carrier-Kühlaggregaten für Trailer ist das vollelektronische Modell Vector 1850. Mit seiner Kühlleistung von bis zu 18.000 Watt kann es ganz nach Bedarf in drei Zellen des Trailers unterschiedliche Temperaturen – zwischen –20 Grad und +30 Grad Celsius – sichern. Viele Kunden brauchen in der Praxis gar nicht so viel Leistung, weil sie keine Auslieferungsfahrten ausführen, bei denen die Türen oft auf- und zugemacht werden oder schnell die nötige Temperatur wiederhergestellt werden muss. Sie kommen auch mit nur einer Temperatur für den kompletten Laderaum aus, weil sie nur einheitliche Waren von einem Punkt zum anderen transportieren. Daher wurde vom Vector 1850 das leichtere Modell 1550 abgeleitet. Es kommt mit einem kleineren und somit verbrauchsärmeren Motor aus. Um trotzdem eine Kühlleistung von bis zu 14.800 Watt zu sichern, kommt hier ein Economizer zum Einsatz, den man mit dem Turbolader eines Sportwagenmotors vergleichen kann und der bei Bedarf zuschaltet wird. Wegen seines geringen Verbrauchs und Lärms wurde das Modell Vector 1550 im vergangenen Jahr in Deutschland und Großbritannien preisgekrönt. Besonders stolz ist man bei Carrier Transicold auch, dass der Trailerhersteller Krone, mit dem eine langjährige enge Zusammenarbeit besteht, seinen Kunden mit einem speziellen Logo die Kühlaggregate von Carrier besonders empfiehlt. 20 trailerforum

FRAnkREIch Ein Herz für den StraSSentransport Das Transportunternehmen Cœur hat 1926 mit Pferdefuhrwerken begonnen. Heute sind mehr als 30 Lastzüge für Kunden aus Industrie und Handel in ganz Frankreich unterwegs. Vielfalt und Flexibilität sind die Stärken des Familienunternehmens. W enn man schon Cœur (Herz) heißt, dann liegt es nahe, dass die Lkws der in der nordfranzösischen Kleinstadt Merville unweit von Béthune gelegenen Firma ein großes Herz als Logo tragen. Ein Herz für den Transport haben auch alle Mitglieder der Familie, die hier in ihrem Unternehmen arbeiten. Der Senior Jean-Pierre Cœur ist zwar seit einem Jahr Rentner, aber auf seiner Visitenkarte nennt er sich Berater und als solcher steht er immer noch fast täglich seinen Söhnen zur Seite, die jetzt den Betrieb leiten. Außerdem hält er den Kontakt zu alten Kunden und er setzt sich auch schon mal hinters Steuer eines Lkws, wenn jemand für eine kurze Fahrt in der umliegenden Region gebraucht wird. Als Fahrer hat er vor vielen Jahren selbst hier angefangen, bevor er das Unternehmen 1970 von seinem Vater übernahm. „Ein Jahr als Fahrer hat auch mein Sohn Damien gearbeitet, obwohl er da schon ein fünfjähriges Studium absolviert hatte“, erzählt Jean-Pierre. „Jetzt ist er Vorstandsvorsitzender. Er kennt den Betrieb bis ins Detail und kein Fahrer kann ihm etwas weismachen.“ Überblick wie vom Flugplatztower. Damiens Platz ist hinter den Bildschirmen, über die er in Echtzeit und auf Karten mit Zoomfunktion die Fahrten der gesamten Lkw-Flotte verfolgen kann, einschließlich ihrer Auftragserfüllung oder der Angaben über Fahrt- und Ruhezeiten der Fahrer, die parallel zur Registrierung auf der Tachografenscheibe auch in Echtzeit übermittelt werden. Hier fühlt sich Damien wie im Tower eines Flughafens – ähnlich dem, der gleich neben dem Firmengelände liegt. Wenn Weisungen an die Fahrer übermittelt werden müssen, etwa wegen eines Terminproblems beim Kunden oder wegen der Rückladung, dann erfolgt das schriftlich per Satellit auf den Bordcomputer des Lkws, und der Fahrer anwortet auf demselben Wege. Telefoniert wird nicht, schon weil das während der Fahrt gesetzlich verboten ist. Der schriftliche Austausch hat auch den Vorteil, dass man alles speichern kann und später niemand sagen kann, er habe eine Weisung nicht bekommen oder falsch verstanden. Die anfängliche Befürchtung, die Fahrer könnten diese neue Technik ablehnen, weil sie sich ständig kontrolliert und an der Leine geführt fühlten, erwies sich als unbegründet. „Die Fahrer haben das sehr positiv angenommen, denn es gibt ihnen Sicherheit, und so sind sie heute die Ersten, die sich beschweren, wenn etwas nicht funktioniert.“ Traditionsbewusst und auf der Höhe der Zeit. Jean-Pierres Schwester Christine ist Finanzchefin des Unternehmens und eine wandelnde Firmenchronik. „Das Unternehmen besteht seit den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts“, weiß sie zu berichten, „und wurde von unserem Großvater, der Bäcker Hinter den Bildschirmen, über die er die Fahrten der Lkws verfolgt, fühlt sich Damien Cœur wie im Tower eines Flughafens. war und an einer Mehlallergie erkrankte, 1926 gekauft. Damals wurde alles mit Pferd und Wagen transportiert, und zum Serviceangebot gehörten auch Beerdigungen.“ Auf Lkws – zunächst Muldenkipper für Kohle und Baumaterial – hat man erst in den 50er Jahren umgestellt. Zählte man einst 20 Mitarbeiter und 40 Pferde, so waren es am Anfang des Lkw-Zeitalters nur acht Mitarbeiter. Doch die Zahl hat sich mit dem sich erweiternden Kundenstamm schnell erhöht. Transports Cœur wurde Partner der SNCF und hat Ladungen zum nahen Güterbahnhof Hazebrouck oder von dort zu den Kunden transportiert. „Damals gingen ja alle Ferntransporte grundsätzlich mit der Bahn“, erinnert sich Jean-Pierre. Als der Hauptkunde, die Gußeisenfabrik Franco Belge in Merville, die Heizungskörper herstellte, 1967 vom Bahntransport auf den Straßentransport umstellte, musste Transports Cœur zwangsläufig zu einem Ferntransportunternehmen werden. Die Ziele lagen nun in ganz Frankreich, ein wenig auch in Deutschland, Belgien und Großbritannien. Früher trailerforum 21

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