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KRONE trailerforum 1-2013

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Thema: Wechselbrücken

Thema: Wechselbrücken Brücken in die LogistikZukunft Wechselbrücken bieten nicht nur im Stückgutumschlag große Vorteile. In einem Themenschwerpunkt erklärt trailerforum die technischen Hintergründe, stellt Anwender vor und befragt einen der wichtigsten Konstrukteure und Produzenten nach den Entwicklungspotenzialen. F rancisco Rodriguez Ruiz hatte so etwas noch nie zuvor gesehen: Rechteckige, rund sieben Meter lange Boxen auf vier klappbaren Stützfüßen – Wechselbrücken waren dem langjährigen Kraftfahrer aus Spanien bislang nicht begegnet. Kein Wunder, denn in seiner südeuropäischen Heimat sind diese Systeme fast völlig unbekannt. Das fehlerfreie Rangieren und Aufnehmen der großen Behälter war deshalb das wichtigste Ziel seiner Fortbildung, die ihn im vergangenen Jahr fit für den deutschen Arbeitsmarkt machte. Jeder Trucker zwischen Bayern und der Nordsee sollte die Wechselsysteme bedienen können: Sie sind an deutschen Rampen nicht mehr wegzudenken. Die im Jahr 1971 maßgeblich von der Spedition DACHSER entwickelte Lösung spielt ihre Vorteile vor allem im Stückgutverkehr aus. Die Boxen ermöglichen einen schnellen Warenumschlag ohne weitere technische Hilfsmittel – ein Lkw mit entsprechendem Aufbau oder Anhänger reicht völlig aus. Eine europäische Erfindung Ein weiteres Argument für die Wechselsysteme: Ihre Abmessungen sind auf das Maß von Europaletten abgestimmt (siehe Kasten). Denn im Gegensatz zu 22 trailerforum

Thema: Wechselbrücken Multitalent auf vier Beinen: Wechselbrücken sind für den Transport von Europaletten genormt. den ISO-Containern sind die Wechselbrücken eine europäische Erfindung. Dennoch hat sich die Idee bislang nicht in allen europäischen Ländern durchgesetzt und es gibt noch weiße Flecken wie Spanien. Eine Erklärung für dieses Phänomen liefert Jens Ficker, Geschäftsführer der BRÜGGEN Oberflächen- und Systemlieferant GmbH aus Herzlake. „In Deutschland ist die Logistik auf diese Systematik ausgelegt worden. Alle Verladeeinrichtungen wie Rampen haben sich auf die entsprechenden Maße und Höhen eingerichtet“, erklärt Ficker. Hinzukomme, dass in Deutschland die intermodalen Verkehre traditionell eine große Rolle spielen. „Hier ist die gesamte Infrastruktur auf den kombinierten Verkehr ausgelegt“, so der Experte. Für BRÜGGEN Grund genug, die Wechselsysteme ständig weiterzuentwickeln. Doch was kann man an den vierbeinigen Boxen überhaupt noch verbessern? Laut BRÜGGEN liegt das Entwicklungspotenzial hauptsächlich in der Aerodynamik, beim Handling und Gewicht. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Ladungssicherung: „Das waren nach einer Befragung die wichtigsten Aspekte unserer Kunden“, bekräftigt der geschäftsführende Gesellschafter Bernd Brüggen. Für die Zukunft gerüstet Dem Wunsch nach vielen Varianten für die unterschiedlichsten Einsatzgebiete wird BRÜGGEN schon heute gerecht. Der Schwerpunk der Entwicklung liegt in der Bedienerfreundlichkeit. „Wir versuchen die Einheiten so auszulegen, dass sie im täglichen Geschäft leicht anwendbar sind“, sagt Brüggen. So lasse sich das Verriegeln und Einklappen der Stützen für den Fahrer inzwischen in wenigen Minuten erledigen. Seiner Überzeugung nach sind die Investitionen in die Weiterentwicklung gut angelegt. Der Markt habe sich schließlich auf die Systematik eingestellt, und Logistikzentren seien auf eine schnelle Be- und Entladung angewiesen. Zusätzlichen Schub habe die Wechselbrücke durch das Internetgeschäft und die damit wachsenden Paketdienste erhalten. „Die Zukunft in der Logistik liegt in der schnellen und kostengünstigen Verteilung der Produkte, und dabei spielen Wechselsysteme eine wichtige Rolle“, betont Brüggen. Für diese Zukunft ist inzwischen auch der spanische Berufskraftfahrer Francisco Rodriguez Ruiz bestens gerüstet. Mittlerweile fährt er für eine schwäbische Spedition. Auf diesem Weg wird die Wechselbrücke eines Tages vielleicht auch noch in Südeuropa bekannt. Die Wechselbrücke: Markt und Technik Fotos: KRONE Die Außenmaße der Wechselbrücken wurden erst zwei Jahrzehnte nach ihrer Erfindung festgelegt. Im Jahr 1992 einigte sich das europäische Normenkomitee CEN im Einklang mit den Bestimmungen zu den Außenmaßen des Straßengüterverkehrs auf die folgenden Abmessungen: Die Breite beträgt außen 2,55 Meter und innen 2,48 Meter. Dadurch eignet sich das System besonders für den Transport von Europaletten. Sehr gebräuchlich sind Wechselbrücken der Längen 7,15 bzw. 7,45 oder 7,82 Meter mit 17,18 oder 19 Palettenstellplätzen. Man unterscheidet Planen- und Stahlkoffer-Wechselaufbauten. Letztere haben den Vorteil, dass sie stabiler und somit bis zu dreifach stapelbar sind. Diese Eigenschaft bietet vor allem beim Transport auf Binnenschiffen Vorteile. Die nicht stapelbaren Planenaufbauten eignen sich hingegen vor allem für den kombinierten Verkehr per Schiene und Straße. Da die Wechselbrücke im Gegensatz zum ISO-Container eine europäische Entwicklung ist, sind deren Abmessungen an die Maße von Europaletten angepasst. Dennoch wird die Wechselbrücke hauptsächlich in Deutschland eingesetzt. Pro Jahr werden hier rund 15.000 bis 20.000 Einheiten abgesetzt. Dabei liegt der Anteil der geschlossenen Behälter bei 85 Prozent, während die übrigen 15 Prozent auf Wechselpritschen entfallen. Jede der neu verkauften Brücken ist in der Regel bis zu zehn Jahre lang im Einsatz – je nach Pflege, Einsatz und Umgang auch ein paar Jahre länger. trailerforum 23

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