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KRONE trailerforum 1-2013

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Kooperation Effizienz

Kooperation Effizienz auf zwei Etagen Der KRONE Mega Liner Variofloor bietet eine flexible Laderaumnutzung im Stückgutverkehr. D er neue Krone Mega Liner Variofloor ist ein Doppelstocktrailer mit flexibler Laderaumnutzung und damit idealer Partner im Teilladungsverkehr: Er wird seitlich be- und entladen; die Zwischenböden können in der Höhe verstellt werden und bieten damit auf zwei variablen Ebenen Stellplätze für bis zu 66 Paletten. Die Initiative zu diesem Sattelauflieger kam vom Transportnetwerk E.L.V.I.S. Vorstandsvorsitzender Jochen Eschborn erklärt im Interview mit trailerforum, wie es zur Entwicklung des innovativen Fahrzeugs kam. trailerforum: Herr Eschborn, Ihr Netzwerk E.L.V.I.S. arbeitet seit 2011 mit einem Hub in Knüllwald. Was passiert dort? Jochen Eschborn: Wir haben ein neues Verfahren zur systematisierten Abwicklung von Teilladungen entwickelt. Im hessischen Knüllwald bei Kassel gibt es seitdem den ersten zentralen Umschlagspunkt in Deutschland, der speziell für die Abwicklung von Teilladungen konzipiert wurde. Dieser Hub wird täglich von 65 deutschen und 15 ausländischen Partnern mit Teilladungen angesteuert. Für die Spediteure ist von entscheidender Bedeutung, dass ihre Lkws auf dem Weg zum Hub und zurück zum Versanddepot möglichst voll beladen sind und damit möglichst effizient ausgenutzt werden. Der bisherige Fuhrpark konnte das nicht leisten? Nein, leider nicht. Wir arbeiten im klassischen Teilladungsverkehr, die Waren kommen in der Regel auf genormten Paletten. Dies sind meist Europaletten oder andere genormte Ladungsträger, die allerdings häufig nur 1,20 Meter bis 1,30 Meter hoch sind. Deshalb ist bei der Beladung normalerweise die Bodenfläche belegt, aber darüber bleibt Luft. Unsere Idee war es, einen verstellbaren Zwischenboden einzuziehen. Mit dieser Idee sind Sie an Krone herangetreten? Wir haben mit allen Herstellern gesprochen, aber die anderen haben uns schlichtweg für verrückt erklärt. Nur Krone hat das Potenzial erkannt und war bereit, so ein Fahrzeug zu entwickeln. Ideen dazu gab es schon lange, bisher hatte sich aber niemand an die Realisierung getraut. Haben Sie an der Entwicklung weiterhin mitgewirkt? Wir verstehen relativ wenig vom Fahrzeugbau und den technischen Details. Aber wir haben unsere Anforderungen klar und eindeutig formuliert, und im Praxistest konnten wir immer das notwendige Feedback geben. So haben wir uns gemeinsam an das relativ schwierige Thema herangetastet. Ich denke, das war für die Konstrukteure bei KRONE sehr hilfreich. Was war die größte Herausforderung? Als effizienzorientierter Trailerhersteller ist KRONE immer davon getrieben, das Eigengewicht der Fahrzeuge bei möglichst hoher Zuladung so gering wie möglich zu halten. Deshalb war die erste Konstruktion eher Fotos: KRONE, E.L.V.I.S. AG 36 trailerforum

Kooperation Kundenorientierte Lösungen Der „Europäische Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure“, kurz: E.L.V.I.S., ist ein Kooperationsverbund mittelständischen Frachtführer und Ladungsspediteure. Seit der Gründung im Herbst 2006 hat sich daraus das größte Lkw-Netzwerk in Deutschland entwickelt. Es zählt heute über 100 Mitglieder an 176 Standorten – mit über 12.000 Fahrzeugen. E.L.V.I.S. bietet kundenorientierte Lkw-Transportlösungen im Segment der Teil- und Ganzladungen. Der Verbund bietet eine Plattform für die Zusammenarbeit der Partner untereinander, beispielsweise für gemeinsame Akquise oder gemeinsamen Einkauf, berät die Unternehmen und widmet sich der Entwicklung von Systemlösungen für den Lkw-Transport. Zur Person Der studierte DAV-Verkehrswirt Jochim Eschborn (Jahrgang 1958) begann seine Karriere 1980 als Disponent/ Expedient bei der Deugro Carl E. Press KG in Frankfurt/Main. Er ist Gründungsmitglied von CargoLine in Dietzenbach und entwickelte das Packstückverfolgungssystem CEPRA. Im Jahr 2006 gründete er die Maintrans Internationale Spedition GmbH und rief die Kooperation E.L.V.I.S. ins Leben. filigran. Im Test haben wir aber gemerkt, dass diese Fahrzeuge eine robustere und festere Konstruktion im Aufbau brauchen. Auf der zweiten Ebene, die bis zu 2,50 Meter hoch ist, können bis zu zwölf Tonnen geladen werden: Da wirken immense Kräfte. Außerdem haben wir uns gewünscht, dass man die Trailer schnell seitlich öffnen und beladen kann: Das sorgt ebenfalls für Effizienz und vermeidet Schäden an der Ware. Der doppelte Boden und die Verstellbarkeit bedeuten doppelte Transportkapazität. Das hört sich alles einfach an, ist aber ein absolutes Novum. Es war eine immense technische Herausforderung, die Innovationskraft gefordert hat. Wir haben das im Team gelöst; von der Idee bis zur Umsetzung hat es etwa neun Monate gedauert und schließlich stand da ein Ergebnis: der Krone Mega Liner Variofloor. Gibt es dafür Ihrer Meinung nach einen Markt? Auf jeden Fall: Die Distanzen in Europa werden immer länger, und umso stärker ist eine Transporttechnik gefragt, die mit einer höheren Auslastung gefahren werden kann. Wir müssen einfach mehr Ware auf den Lkw bringen. Es ist konsequent und richtig, sich von der reinen Betrachtung des traditionellen 33-Paletten- Planen-Lkws zu lösen und nach neuen Wegen zu suchen. Wenn Sie auf der gleichen Strecke die doppelte Anzahl von Paletten befördern können, dann sinken der Dieselverbrauch und die CO₂-Belastung pro Palette um die Hälfte. Können überhaupt alle Waren „Doppelstock“ fahren? Ja, das ist überhaupt kein Problem. Wir haben die Güter in unserem Teilladungssystem über einen Zeitraum von sechs Monaten analysiert und dabei festgestellt, dass 87 Prozent aller Güter doppelstockfähig waren. Wir fahren alles quer durch die Industrie von Kosmetik über Getränke, Maschinen, Chemikalien, Konsumgüter bis zu Investitionsgütern. Da sind viele Waren dabei, die durch ihre Verpackung keine Stapelung vertragen – bisher gab es im Planentrailerbereich keine oder nur wenige, sehr unflexible Lösungen dafür. Mit dem neuen „Doppelstock“ gibt es sie jetzt. Was begeistert Sie ganz persönlich am Mega Liner Variofloor? Mich fasziniert, dass er eine Alternative zum Lang-Lkw ist, weil wir bei bestehenden Fahrzeuggrößen und -abmessungen den Raum im Fahrzeug effizienter auslasten können. Am Ende bietet das nicht nur für die Umwelt Vorteile, sondern durch den geringeren Spritverbrauch pro Palette steigt auch die Wirtschaftlichkeit. Der Trailer ist durch seine Besonderheiten möglicherweise nicht für jeden Einsatz geeignet, aber für uns, die wir Tag für Tag über Hunderte Kilometer zum Hub fahren, ist er die perfekte Lösung. Hinzu kommt der Einsatz auf der Langstrecke, zum Beispiel nach Osteuropa und Südeuropa. Sehen Sie weitere Einsatzgebiete? Ja, auf jeden Fall! Wir brauchen den Mega Liner Variofloor für unser Teilladungssystem, darauf ist das Fahrzeug jetzt zugeschnitten. Aber der Trailer ist ausbaufähig und wird sich aufgrund verschiedenster Anforderungen für viele zukünftige Einsatzgebiete weiterentwickeln. Ich bin fest davon überzeugt, dass andere Nutzer ihre innovativen Ansätze mit einbringen, und so werden sich neue Anwendungsmöglichkeiten etablieren. trailerforum 37

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