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KRONE trailerforum 1-2015

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gedrosselt sind.

gedrosselt sind. „Durch den intermodalen Verkehr sparen wir zusätzlich deutlich Kohlenstoffdioxid ein“, berichtet Prokurist Etzrodt. Allein durch die neue Bahnroute nach Stockholm weise die CO 2 -Bilanz jährlich 4.500 Tonnen weniger aus – gerechnet für drei Tage pro Woche. „In der zweiten Jahreshälfte setzen wir eine engere Taktung von fünf Tagen wöchentlich an“, umreißt Etzrodt die Planung. Das steigere dann die jährliche Einsparung auf 7.500 Tonnen CO 2 . An 20 Toren der Tiefkühlhalle können Lkws andocken. Das Gros der Kühltrailer bei Bode stammt von Krone. lieger zum Cargoterminal in Lübeck, damit diese dort auf die Bahn verladen werden können. Andere Auflieger gehen nach Kopenhagen und Helsinki. Um 16 Uhr setzt sich der Bode-Zug in Lübeck mit 36 Trailern, die Hälfte davon temperaturgeführt, Richtung Schweden in Bewegung. „Wir haben uns für alle Unternehmensprozesse das Thema Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben“, betont Bode. Dieses Ziel verfolge die Spedition nicht erst mit dem steigenden Ölpreis, sondern als Familienunternehmen fühle man sich den künftigen Generationen verpflichtet. Das neue Tiefkühllager läuft mit Ökostrom, und es wurde ein 1.500 Quadratmeter großes Biotop auf dem Firmengelände angelegt. In der Bode-Flotte gibt es nur lärm- und schadstoffarme Fahrzeuge, die zudem auf eine Höchstgeschwindigkeit von 84 Kilometer pro Stunde Flexiblere Disposition Der kombinierte Verkehr trumpft noch mit weiteren Vorteilen auf: „Wir gewinnen pro Rundlauf gut zwölf Stunden“, ergänzt Bode. Gleichzeitig ermögliche die Bahn gegenüber dem Schiff eine weit flexiblere Disposition der Kühltransporte. „Auf dem Schiff muss ein Stromanschluss für das Kühlgerät frei sein“, so Etzrodt. Einen Trailer mit Papierrollen spontan gegen einen zeitkritischen Tiefkühltransport auszutauschen, sei deshalb oft schwierig. „Gerade für Lebensmittel mit Mindesthaltbarkeit, bei denen die schnelle Lieferung eine große Rolle spielt, ist ein echtes Problem“, unterstreicht Etzrodt. Von Lübeck rattert der Zug über Dänemark nach Halmstad, Ankunft: Donnerstag, 5 Uhr. Der Schwerlaststapler lädt in Halmstad 16 Trailer ab, die dann auf der Straße zum nahen Zielort rollen – dafür reisen 16 andere, frisch geladene Trailer zusammen mit den Anhängern aus Reinfeld weiter auf der Schiene zum Kombiterminal Stockholm. Von hier aus legen die Brötchen die letzten Kilometer bis zum Zentrallager des Kunden noch per Lkw zurück. Mit der Entladung der TK-Backwaren am Freitag um 7 Uhr heißt es für Bode: Auftrag erfolgreich abgeschlossen! Nachhaltig erfolgreich Die Spedition Bode mit Hauptsitz im schleswig-holsteinischen Reinfeld hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 1949 vom bahnamtlichen Rollfuhrunternehmen zum modernen Logistikdienstleister entwickelt. Das in dritter Generation von Kai-Jörg Bode und Nils Grube geführte Familienunternehmen disponiert 28.000 Quadratmeter Hallenfläche, darunter ein 4.500 Quadratmeter großes Tiefkühllager; 3.000 Paletten werden hier täglich umgeschlagen. Der Fuhrpark umfasst 90 Zugmaschinen und 450 Planenund Kühlauflieger – die meisten von Krone und alle bahnfähig. Die Leistungen reichen von nationalen und internationalen Straßen- und Kombiverkehren mit Kühlund Tiefkühlware sowie Containern bis zu Lagerung, Prokurist Stev Etzrodt und Geschäftsführer Kai-Jörg Bode mit den „Eisbären“ (v.l. Rene Hafenstein, Christian Marquardt, Daniel Dählk, Uwe Hönk). Umschlag und Kommissionierung. Die Kunden kommen primär aus den Branchen Lebensmittel, Papier, Maschinenbau und Möbel. Rund 75 Millionen Euro Umsatz erwirtschafteten die gut 230 Mitarbeiter so im Jahr 2014 an fünf Standorten in Schleswig-Holstein und in Finnland. Dass Umweltmanagement in allen Belangen im Unternehmen großgeschrieben wird, belegte zuletzt der verliehene „Europäische Transportpreis für Nachhaltigkeit 2014“. Fotos: Stefan Bungert, Anne Kreuz 26 trailerforum | gut gekühlt

Nachgefragt … bei Lencke Steiner „Die Jungen Unternehmer“ »Ein Wertegerüst Für seine Arbeit entwickeln.« Wie definieren heute junge Unternehmer Werte für sich? Darüber sprach trailerforum mit Lencke Steiner, Bundesvorsitzende des Wirtschaftsverbands „Die Jungen Unternehmer“, die als geschäftsführende Gesellschafterin des Bremer Verpackungsspezialisten W-Pack selbst ein Familienunternehmen führt. W elche Werte sind jungen Unternehmern Ihrer Erfahrung nach heute wichtig? Steiner: Junge Familienunternehmer denken langfristig und in Generationen – und nicht, wie etwa die Politik oder große Konzerne, in Quartalen und Amtsperioden. Als junge Familienunternehmer haben wir zudem ein besonderes Verhältnis zu unserem Betrieb und zu unseren Mitarbeitern. Wir wissen, dass wir für sie und ihre Familien Verantwortung tragen, ebenso wie für die Region, in der sich unser Betrieb befindet. Dieser spezielle Wertekanon macht die deutschen Familienunternehmen aus meiner Sicht einzigartig. Werte sind also noch wie vor relevant? Natürlich sind Werte und Wertvorstellungen für uns nach wie vor wichtig und nehmen einen zentralen Stellenwert ein. Sie bilden gewissermaßen eine Richtschnur für unser tägliches Handeln und die Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeitern, Lieferanten und Kunden. Wie leben Sie die genannten Leitlinien? In einem Familienunternehmen wie dem unserem kennen Sie ihre Mitarbeiter – und das oftmals über Jahrzehnte. In vielen Fällen fangen Sie als Auszubildender in der Firma an und bleiben bis zur Rente. In dieser Zeit entwickelt sich eine familiäre Gemeinschaft, in der man ein offenes Ohr füreinander hat, über Sorgen und Nöte spricht und in schwierigen Situationen als Arbeitgeber selbstverständlich hilft. Im Gegenzug sind es dann die Mitarbeiter, die zum Beispiel in wirtschaftlichen schwächeren Jahren – wie 2008 und der Zeit danach – zum Unternehmen halten. Welche Werte sind Ihnen persönlich besonders wichtig? Von meinen Eltern und insbesondere von meinem Vater habe ich viele Werte vermittelt bekommen: die Verbundenheit zu unseren Mitarbeitern, Standorttreue und langfristiges Denken – all das prägt mein Handeln. Hinzu kommen Werte wie Eigenverantwortung und Selbstständigkeit. Wir lassen unseren Mitarbeitern viele Freiräume und vertrauen ihnen. Und das funktioniert sehr gut. »Wir lassen unseren Mitarbeitern viele Freiräume und vertrauen ihnen.« Sie haben Ihr Unternehmen sehr früh übernommen: Wie verlief der Start und welche Unterstützung hatten Sie? Da ich ja schon als Kind oft bei uns in der Firma war und dort auch meine Ausbildung gemacht hatte, gab es von Anfang an kaum Probleme. Natürlich müssen Sie sich als Nachfolger erst einmal den Respekt Ihrer Mitarbeiter verdienen. Sie müssen beweisen, dass Sie Ahnung vom Geschäft haben und bereit sind, sich für die Firma und ihre Mitarbeiter voll reinzuhängen. Ihr Verband vertritt junge Familien- und Eigentümerunternehmer: Werden Werte vor allem „vererbt“ oder findet jede Generation eigene? Ich glaube, dass beides zutrifft: Die Werte, die unsere Eltern uns vermittelt haben, begleiten uns ein Leben lang. Aber die Arbeitswelt hat sich mit der Zeit verändert, sie ist heute eine andere als die, in der mein Vater unser Unternehmen gegründet hatte. Sie verändert sich und diesen Veränderungen müssen sich alle anpassen. Flexibilität, eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf, eigenständiges Arbeiten und Nachhaltigkeit sind Wertvorstellungen, die heute eine viel größere Relevanz als früher haben. Was raten Sie anderen jungen Unternehmern, wie sie mit dem Thema umgehen sollen? Ich kann nur jedem jungen Unternehmer und Gründer empfehlen, sich ein Wertegerüst für seine eigene Arbeit, sozusagen ein Leitbild, zu entwickeln und es als Grundlage für seine unternehmerische Arbeit zu nutzen. Es versteht sich von selbst, dass die Mitarbeiter hierbei aktiv eingebunden werden sollten. Wichtig ist aus meiner Sicht außerdem, dass man das eigene Handeln regelmäßig reflektiert und jeweils überprüft, ob es mit den eigenen Werten noch übereinstimmt. Zur Person Lencke Steiner, Jahrgang 1985, führt seit 2010 gemeinsam mit ihrem Vater die W-Pack GmbH in Bremen: Der Kunststoffverpackungshandel hat etwa 50 Mitarbeiter und verzeichnet 15 Millionen Euro Jahresumsatz. Die Unternehmerin ist politisch engagiert. Als Parteilose tritt sie für die FDP Bremen als Spitzenkandidatin bei der Bürgerschaftswahl im Mai an. NACHGEFRAGT | trailerforum 27

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