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KRONE trailerforum 2-2011

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Wirtschaft Globale

Wirtschaft Globale entwicklungen wirken sich auf importe aus Laut der kürzlich vorgestellten Analyse Import-Seismograf Deutschland, wurden im ersten Halbjahr 2011 insgesamt 308 Millionen Tonnen nach Deutschland importiert. Damit wurde im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von vier Prozent erreicht – trotz Umweltkatastrophen und Unruhen im Ausland, welche die Importe spürbar verschoben. T sunami, Erdbeben und Atomunglück in Japan, politische Unruhen in Nordafrika – Krisen haben die internationalen Warenströme im ersten Halbjahr 2011 nachhaltig beeinflusst. Das belegt der Import-Seismograf Deutschland (ISD) 2011 mit seiner aktuellen Auswertung und Analyse statistischen Datenmaterials. „Für diverse Güter haben sich die Einfuhrmengen spürbar verschoben“, sagt Christian Kille, Professor für Handelslogistik an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt. So nahm zum Beispiel die Menge der importierten Elektronikartikel aus Japan um 22 Prozent ab. Das machte sich bereits im März und April in der Luftfracht bemerkbar, zeitverzögert dann auch im Juni in der Seefracht. „Diese Artikel mussten kurzfristig in China, Vietnam oder Malaysia beschafft werden“, sagt Professor Kille. Unterm Strich legte das Importaufkommen aus Japan jedoch um vier Prozent zu. Vor allem für die Warengruppen Metalle, chemische Erzeugnisse sowie Kraftwagen und Kraftwagenteile gab es einen deutlichen Anstieg der Lieferungen aus Japan. So verzeichnete die Seefracht noch im März und April entsprechend hohe Zuwächse, die sich erst im Mai und Juni verlangsamten. Die Einfuhren aus Afrika von Erdöl, Erdgas und Kokereiprodukten verlagerten sich ebenfalls stark durch Unruhen. „Das spiegelt auch die schnelle Reaktion der Märkte bei der Suche nach alternativen Lieferanten für diese Rohstoffe wider“, sagt Professor Kille. In Tunesien Ausgefeilte Analyse der Warenströme Der Import-Seismograf Deutschland (ISD) analysiert auf Basis der Daten des Statistischen Bundesamts Deutschland (Destatis) regelmäßig Warenströme und Importmengen mit aktuellen Schwerpunkten. Er untersucht und differenziert Warenarten und -mengen, Transportwege und Umschlagstandorte, europäische Anlaufstationen und Transitländer sowie weitere Logistikdienstleistungen. Zusätzlich erfasst der ISD Mengenverlagerungen auf andere Logistikstandorte oder Verkehrswege. In die Auswertung fließen zurzeit mehr als 100 unterschiedliche Branchen, Ursprungsländer und -regionen sowie Eingangshäfen ein. Das Ziel dabei: mehr Transparenz der Abläufe, die sich im Zuge der Globalisierung zwischen Deutschland und den Handelspartnern verändern. Logistikdienstleister können die Informationen nutzen, um frühzeitig auf Schwankungen der Märkte zu reagieren. Auch zusätzliche Bedarfe von Infrastrukturmaßnahmen lassen sich ableiten. Entwickelt wurde der ISD von AD HOC European Relations und wird in Kooperation mit dem Institut für angewandte Logistik der Hochschule Würzburg-Schweinfurt und der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS herausgegeben. gab es einen Stopp der Kokereiimporte. Die Folge: ein Rückgang der Importe hier unterm Strich um 31 Prozent. Die Importe aus Libyen von Erdöl, Erdgas und Kokereiprodukten sanken um 13 Prozent. Erdöl und Erdgas wurden zum Ausgleich verstärkt aus anderen Ländern Nordafrikas bezogen. Ägypten verbuchte hauptsächlich für Erdöl und Erdgas ein Plus von 69 Prozent, Algerien ein Plus von 84 Prozent. Insgesamt stiegen die Importe aus Afrika um acht Prozent an und lagen im ersten Halbjahr 2011 bei 16 Millionen Tonnen. „Diese Zahlen zeigen, dass die deutschen Logistikunternehmen in der Lage sind, schnell auf Veränderungen zu reagieren und wenn nötig die Verkehrsströme neu zu justieren“, sagt Professor Kille. Durch flexible Beschaffung und Distribution hätten sie einen guten Teil zum stabilen Wirtschaftswachstum beigetragen. Trotz der Krisenherde konnte sich die deutsche Wirtschaft so auf anderen Märkten ausreichend bedienen. „Die Warenströme werden immer volatiler“, sagt Professor Kille. Wer am Markt bestehen möchte, muss schnell Kapazitäten auf alternative Routen umlenken können. „Hier sind die deutschen Logistiker im internationalen Vergleich sehr gut aufgestellt“, so Professor Kille. Auch deshalb konnten die Turbulenzen in der Welt den Markt in Deutschland nicht erschüttern. Im ersten Halbjahr 2011 stiegen die deutschen Importe um vier Prozent auf insgesamt 308 Millionen Tonnen. „Ein Indikator, dass die Industrie noch auf Hochleistung fährt“, Zur Person Christian Kille ist Professor für Handelslogistik an der Hochschule Würzburg- Schweinfurt und Beirat der Fraunhofer Arbeitsgruppe für Supply Chain Services. 18 trailerforum

wirtschaft 91,6t 6,9t -8% 19,6t 6,9t -18% 9% 9,1t -8% 10,3t 0% 7,3t 10% 28,9t 7% 50,1t 5% -4% 6,3t -20% 2,1t 5% 39,4t 1% 3,7t -2% 2,1t 25% 12,9t 11% 5,8t 11% 30% Nordrhein- Westphalen Deutliche Unterschiede Innerhalb der verschiedenen Bundesländer verlief die Entwicklung der Importe im ersten Halbjahr 2011 keineswegs gleichmäßig. Während Berlin, Brandenburg und Sachsen bei den Importen Zuwächse verbuchten, gingen die Einfuhren der Länder Sachsen-Anhalt, Bremen und Hessen deutlich zurück. Nordrhein-Westfalen nimmt nach wie vor unangefochten den Platz eins der Importstatistik ein. Mit 91,6 Millionen Tonnen Waren macht es rund 30 Prozent des Gesamtaufkommens aus. Dann folgen Niedersachsen, Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg. 0% Rheinland 3% Pfalz Sonstige 12% 9% Baden-Württemberg 13% Bayern 1%Berlin 4%Brandenburg 2% Bremen 6%Hamburg Anteil am Gesamtimportaufkommen in Mio. Tonnen, 2011 Zuwachs/Abnahme an Import-Tonnage in Deutschland, 2011 3% Hessen 1% Mecklenburg- Vorpommern 16% Anteil am Gesamtimportaufkommen in Mio. Tonnen 2011 Niedersachsen Zuwachs/Abnahme an Import-Tonnage in Deutschland 2011 sagt Professor Kille. Der Anstieg bei den Einfuhren zeige zwar den Bedarf der produzierenden Unternehmen. Eine Abkühlung sei aber bereits für die Industrie spürbar. Seine Prognose für das Gesamtjahr: „Das Plus von vier Prozent wird kaum aufrechtzuerhalten sein.“ In den einzelnen Bundesländern verlaufen die Entwicklungen ohnehin sehr unterschiedlich. Mit großem Abstand auf Platz eins auf der Rangliste der Einfuhrmengen steht das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein- Westfalen mit 91,6 Millionen Tonnen Waren für das erste Halbjahr 2011 – und zieht damit fast ein Drittel der deutschen Zuwachs/Abnahme an Import-Tonnage wachs in von Deutschland 25 Prozent 2011 verzeichnen – in erster Linie durch mehr Getränke- Starkes Wachstum bei Getränken (insbesondere aus Frankreich) und Berlin 25% Metallen einfuhren und ein Plus bei Metallen. Gesteigerte Importe Bremen von Erzen hingegen und Kokereierzeugnissen verliert sowie aus 18 Brasilien (hauptsächlich Erze) Brandenburg 11% Prozent Sachsen 11% Starker Zuwachs bei aus Polen den (Glas, Einfuhrmengen Steine und Erden, Chemieerzeugnisse) vor allem Saarland 10% Schwerindustrie durch fragt starke verstärkt Einbrüche Erze, Kohle und Kokereierzeugnisse bei Massengütern, fragt insbesondere verstärkt Erze, Kohle und Kohle Kokereierzeugnisse und Erzen. nach nach Nordrhein-Westfalen 9% Schwerindustrie Baden-Württemberg 7% Erdöl und Sachsen-Anhalt Metalle treiben die Importmenge hingegen verbucht für Zunehmende EU-Importe (Metallwaren, land-/forstwirtschaftliche Erzeugnisse) Thüringen 5% Erdöl und Erdgas ein drastisches Minus Niedersachsen 5% Eintrittstor von für 20 Erdöl Prozent. und Erdgas, starkes Plus bei Kohleimporten Veränderungen gab es auch beim Kohleimport. Wachstum bei Ein Chemieimporten weiteres und Waren Ergebnis aus Polen (Kohle des und Import- sonstige Bayern 1% Containerwaren) Seismografen Deutschland: Insgesamt Rheinland-Pfalz 0% Rheinland-Pfalz Importe allein auf sich (s. Grafik). Dann gelangen 57 Prozent der Importe auf Mecklenburg-Vorpommern -2% Importe aus Russland stark eingebrochen (Kohle und Kokereierzeugnisse) kommen Niedersachsen, Hamburg Bayern, Baden- -4% dem Landwege in die unterschiedlichen Württemberg und Hamburg. Berlin, auf Dänemark Bundesländer, (-22%, besonders Steine/Erden, 42 Prozent sonst. Containerwaren), über die Norwegen (+86%, besonders Erdöl/Erdgas) See Schleswig-Holstein -8% dem hintersten Platz, konnte einen Zu- und ein Prozent auf dem Luftweg. Hessen -8% Einbrüche bei importierten Massengütern, insbesondere aus Frankreich (Steine/Erden) und Russland (Erdöl/Erdgas) Bremen -18% Starke Einbrüche bei Massengütern (insbesondere Kohle und Erze) Sachsen-Anhalt -20% Drastischer Rückgang bei Erdöl/Erdgas Quelle: Imo eum, vel id ut volupta teculpa sit rem ipsaepe omnihit apidipideri aborunt porepudam aut mil trailerforum 19

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