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KRONE trailerforum 2-2012

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Türkei 1 Volldampf

Türkei 1 Volldampf voraus Die Türkei ist ein wichtiger deutscher Handels- und Industriepartner. Geografisch wie kulturell bildet sie die strategisch interessante Brücke zwischen Europa und dem arabischen und asiatischen Raum. D ie Geschichte der Deutschen und Türken ist eng miteinander verwoben. Deutsche Ingenieure und Arbeiter kamen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts für den Eisenbahnbau ins Osmanische Reich; deutsche Architekten prägten auch das Stadtbild von Konstantinopel, dem späteren Istanbul, und türkische Arbeiter kamen nach Deutschland, als vor 50 Jahren der Fachkräftemangel beim Aufbau der deutschen Wirtschaft besonders groß war. Die enge Verflechtung setzt sich auch heute fort – auf politischer, kultureller und vor allem auf wirtschaftlicher Ebene. Das Handelsvolumen zwischen Deutschland und der Türkei steigt stetig an. 2010 belief es sich auf knapp 29 Milliarden US-Dollar; in den ersten sieben Monaten 2011 stieg es um weit mehr als die Hälfte auf 22 Milliarden US-Dollar. Dabei überwiegen die Einfuhren aus Deutschland – vor allem Maschinen, Kfz-Teile und chemische Erzeugnisse. Die Türkei ist für deutsche Unternehmen attraktiv, der Markt hat riesige Wachstumschancen. Im vergangenen Jahr war das türkische Bruttoinlandsprodukt um ansehnliche 8,5 Prozent angestiegen, im ersten Quartal 2012 wuchs die türkische Wirtschaft mit 3,2 Prozent. Bis 2023, wenn die Türkische Republik ihren 100. Geburtstag feiern wird, will das Land Waren im Wert von 500 Milliarden US-Dollar exportieren. 2011 legte die Türkei schon einmal ein Rekordergebnis vor. Die Exporte waren im Vergleich zum Vorjahr um 18,2 Prozent auf 134,6 Milliarden US-Dollar gestiegen. Auch die Importe hatten kräftig angezogen, um die produktionshungrige Türkei mit Waren zu versorgen. Allerdings macht Experten ein immer weiter wachsendes Leistungsbilanzdefizit Sorgen. Infrastruktur wird besser. Von dem steigenden Handelsvolumen profitieren die Logistikunternehmen besonders. Sie haben im Jahr 2010 in neue Lkws investiert, bauen oder mieten neue Lagerflächen und gründen neue Niederlassungen. Der Umsatz von beispielsweise Balnak Logistics, das zu den zehn größten Logistikunternehmen der Türkei zählt, stieg 2011 um 26 trailerforum

Türkei 1 Autobahnnetz fertiggestellt im Bau in Planung Weitere Schnellstraßen gemäß TEM-Masterplan der UN-Wirtschaftskommision für Europa TEM Hauptverbindungen TEM ergänzende und geplante Verbindungen Straßennetz fertiggestellt Istanbul Marmarameer Bursa Eskisehir , Ankara Samsun Trabzon Izmir Tire Malatya Antalya Konya Adana Sanliurfa circa 20 Prozent. Ekol Logistics vermeldete einen Umsatzzuwachs von 58 Prozent; für 2012 hat sich das Unternehmen ein Wachstum von knapp 40 Prozent vorgenommen. Doch trotz aller Erfolgsmeldungen muss die Türkei noch kräftig in ihre Infrastruktur investieren. Das Land ist mit 815.000 Quadratkilometern mehr als doppelt so groß wie Deutschland, verfügt jedoch gerade über 2.500 Kilometer Autobahn. Zum Vergleich: In Deutschland sind es auf weniger Fläche 12.800 Kilometer. Etwas über 90 Prozent der Güter werden innerhalb der Türkei über die Straße transportiert, der Rest per Flugzeug. Binnenschifffahrt existiert nicht, das Schienennetz ist nur wenig entwickelt. Nach jahrzehntelangem Investitionsstillstand hat die staatliche Eisenbahngesellschaft TCDD in den vergangenen Jahren mehr investiert, um die Rückstände aufzuholen. Das ist auch nötig, denn wie in Deutschland ist der kombinierte Verkehr für viele türkische Logistikunternehmen das Thema der Zukunft. „Die Infrastruktur verbessert sich“, sagte Frank Kaiser, Leiter Markterkundung und -erschließung bei der Deutsch- Türkischen Industrie- und Handelskammer in Istanbul. Neue Flughäfen seien geplant, einer davon im Raum Istanbul, und die Häfen würden stückweise privatisiert. Auch in den Straßenbau investiere die Regierung viel. Istanbul ist das wichtigste Logistikdrehkreuz der Türkei, über das mehr als die Hälfte aller Geschäfte abgewickelt wird. Führende Logistikunternehmen haben in der Metropole am Bosporus ihren Hauptsitz. In Izmir befindet sich einer der größten Exporthäfen der Türkei; Mersin am südöstlichen Mittelmeer entwickelt sich immer mehr zu einem Drehkreuz für den Handel mit dem Nahen Osten. Dritte Brücke geplant. Besonders im Westen des Landes sorgt die unausgewogene Verteilung auf die verschiedenen Verkehrsträger für Probleme. Auf ihrem Weg von West nach Ost müssen Lkws vor den Bosporus-Brücken oft lange Staus und Wartezeiten in Kauf nehmen. Das verursacht nach Angaben der Bundesagentur für Außenwirtschaft jährlich Kosten von 1,5 Milliarden US-Dollar. Um das Problem zu lösen, hat die Regierung kürzlich den Bau einer dritten, zweigeschossigen Brücke mit einer achtspurigen Autobahn und Eisenbahngleisen beschlossen. Sie soll den Transitverkehr nördlich von Istanbul abfangen und um die Stadt herum lenken. Ein Eisenbahntunnel unter dem Bosporus ist im Bau, ein weiterer für Fahrzeuge in Planung. Alternativen per Bahnfähre oder Ro-ro-Schiff über das Marmarameer entwickeln sich. Doch sie reichen angesichts der wachsenden Nachfrage bei Weitem nicht aus. Türkische Wirtschaft Die türkische Wirtschaft boomt, und Logistikunternehmer schauen optimistisch in die Zukunft. Die Inflation liegt derzeit bei einem Rekordtief von fünf Prozent. Wegen des hohen Ölpreises steht die Transportbranche allerdings unter Druck. Wichtigste Handelspartner sind die Europäische Union, angeführt von Deutschland und Russland. Wie wichtig der Nahe Osten für die Türkei ist, zeigt die Statistik. Seit 2002 ist der Export von 9,6 Prozent auf 20,3 Prozent im vergangenen Jahr gestiegen. Die Unternehmen hoffen, die Einbrüche – ausgelöst durch den Arabischen Frühling – bald wieder wettzumachen. Der Umsatz der Logistikbranche ist gemessen am Potenzial des Sektors recht gering. Er beträgt rund fünf Milliarden US-Dollar. 400.000 Menschen arbeiten in der Branche. Die türkische Lkw-Flotte ist mit über 40.000 Fahrzeugen die größte in ganz Europa. Die beiden wichtigsten Motoren der türkischen Wirtschaft sind nach wie vor die Textil- und Autoindustrie. Im vergangenen Jahr hat die Automobilbranche 1,2 Millionen Fahrzeuge produziert, darunter 516.000 Lkws und Lieferwagen. Im Vergleich zum Vorjahr war das ein Zuwachs von 8,6 Prozent. Zur Person Frank Kaiser Der Jurist hat 2010 seinen MBA an der Koç-Universität in Istanbul abgeschlossen und leitet seitdem die Abteilung Markterkundung und -erschließung an der dortigen Deutsch-Türkischen Industrieund Handelskammer. trailerforum 27

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