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KRONE trailerforum 2-2013

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Neue Wege

Spaziergang mit Bernard

Spaziergang mit Bernard Krone DER MARKT VERÄNDERT SICH Die Transport- und Logistikbranche ist in Bewegung. Wachsender Wettbewerbsdruck und mangelnde Anerkennung machen es erforderlich, neue Wege zu gehen. Dies lässt sich nicht ohne Veränderungen realisieren. Die Kulisse In der Nähe der emsländischen Gemeinde Sögel liegt das Jagdschloss Clemenswerth. Die barocke Schlossanlage wurde von 1737 bis 1747 für Kurfürst Clemens August I. von Bayern errichtet. Die vom Jagdwald umgebene Parkanlage ist geprägt von einem Kreis aus acht Pavillongebäuden, in deren Mitte das kreuzförmige Schloss liegt. Es beherbergt heute das regionale Emslandmuseum. I m Spaziergang mit Bernard Krone ließ BGL-Präsident Adalbert Wandt seinen Gedanken freien Lauf. trailerforum begleitete den Ausflug in die Grünanlagen des Schlosses Clemenswerth mit Fragen zu Veränderungsprozessen, denen sich die Branche aktuell stellen muss. trailer forum: Herr Wandt: Welche Veränderungen werden auf die Transport- und Logistikbranche zukommen? Adalbert Wandt: Ich freue mich, zunächst einmal sagen zu können: Was die Unternehmen in Güterverkehr und Logistik in unserem Land leisten, ist hervorragend. Das Gewerbe hat Zukunft. Also, alles im grünen Bereich, um in dieser herrlichen Kulisse zu bleiben? Adalbert Wandt: So würde ich es nicht formulieren. Gut aufgestellt zu sein und Herausforderungen zu meistern, sind zwei unterschiedliche Aufgabengebiete. Gerade im internationalen Wettbewerb gibt es zahlreiche Bereiche, in denen das Gewerbe trotz guter Positionierung politisch ausgebremst wird. Doch nicht alles grün? Adalbert Wandt: Die deutschen Unternehmen haben sich in den zurückliegenden Jahren vornehmlich auf die nationalen Märkte mit höherer logistischer Spezialisierung zurückziehen müssen und beim „Brot-und-Butter-Geschäft“, vor allem im grenzüberschreitenden Ver- 16 trailerforum | Spaziergang mit Bernard Krone

»Das Verkehrsgewerbe braucht starke Verbündete« Adalbert Wandt kehr, Marktanteile an ausländische Unternehmen abgeben müssen. Deshalb braucht das Verkehrsgewerbe starke Verbündete, zu denen ich auch Familienunternehmer wie Bernard Krone zähle. Welche Herausforderungen gibt es in diesem Zusammenhang? Adalbert Wandt: Es muss zuallererst dem Sozialdumping Einhalt geboten werden, das den Transportunternehmen hierzulande das Leben schwer macht. So setzt beispielsweise ein lettisches Unternehmen mittlerweile Fahrer aus Entwicklungsländern wie den Philippinen ein, um mit Lohn- und Sozialdumping in Deutschland europäische Märkte zu gewinnen. hört unter anderem, ob die Kabotagebestimmungen eingehalten werden und das eingesetzte Personal entsprechend den EU-Vorgaben qualifiziert ist. Das schließt nicht nur den richtigen Führerschein ein, sondern auch eine korrekte Ladungssicherung und sonstige Grundkenntnisse, die von einem gut qualifizierten Fahrer vorausgesetzt werden können. Ist der deutsche Lkw-Fahrer nicht ohnehin eine aussterbende Spezies? Die Branche hat chronische Nachwuchsprobleme und ein, sagen wir, verbesserungswürdiges Image. Was muss sich hier ändern? Bernard Krone: Das hat für mich etwas mit Wertschätzung zu tun. Wenn man sieht, wie Fahrer heute mancherorts behandelt werden – an einigen Rampen, an den Verladestationen – dann ist das wirklich grenzwertig. Adalbert Wandt: Wenn eine Lkw- Fahrerin auf dem Hof eines Verladers nach der Toilette fragt und zu hören bekommt, die Sanitäreinrichtungen seien nur für Kaufleute, dann halte Auch andere Branchen haben gegen Wettbewerb aus Niedriglohnländern zu kämpfen. Wie wollen Sie diese Entwicklung auf der Straße stoppen? Adalbert Wandt: Wir brauchen zunächst einmal eine Kontrolle bestehender Vorschriften. Dazu geich das für völlig untragbar. Hier sind wir auch als Verband gefordert, uns mehr für die Fahrerinnen und Fahrer einzusetzen. Bernard Krone: Dennoch ist der Imagewandel nur eine Seite des Problems. Die andere: Leider wird Logistik in Europa nicht als wirklicher Teil der Wertschöpfung angesehen. Wo liegt aus Ihrer Sicht das Wertschöpfungspotenzial? Bernard Krone: Als Hersteller haben wir nur noch minimale Möglichkeiten, die Prozesse im Werk selber zu verbessern. Die größte Möglichkeit zur Optimierung liegt in der Gestaltung der vor- und nachgelagerten Prozesse, also in der Supply- Chain. Adalbert Wandt: Das Potenzial in der Logistik ergibt sich weiterhin aus der Globalisierung. Ohne das enge Geflecht weltweiter Liefer- und Kundenbeziehungen könnte die deutsche Wirtschaft nicht erfolgreich sein. Es ist klar, dass wir für diese anspruchsvolle Aufgabe qualifizierten Nachwuchs benötigen und auch ausbilden müssen. Vielleicht ist dem Nachwuchs nicht bewusst, welche Karrierechancen die Branche bietet? Adalbert Wandt: Das ist es nicht allein. Vielfach haben logistische Berufsbilder in der öffentlichen Meinung nicht den Stellenwert, der ihnen gebührt. Fotos: Schöning Fotodesign Die Dumpinglohn-Vorwürfe in den Medien werfen nicht gerade ein gutes Licht auf die Branche; man gewinnt den Eindruck, es würden nur billige Arbeitskräfte gesucht ... Bernard Krone: Billig und Arbeitskraft in einem Satz – das ist mir eigentlich schon unangenehm. Das wird nicht funktionieren. Da ist der Gesetzgeber aufgerufen, Grenzen zu setzen. Wir als produzierendes Unternehmen halten uns nicht nur an IG-Metall-Tarife, sondern auch an eine Sozialcharta, die klare Regelungen trifft, was beispielsweise Werkverträge angeht. Solche Stan- Spaziergang mit Bernard Krone | trailerforum 17

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