Aufrufe
vor 1 Jahr

KRONE trailerforum 2-2015 (DE)

  • Text
  • Nutzfahrzeuge
  • Auflieger
  • Krone
  • Unternehmen
  • Trailerforum
  • Spedition
  • Liner
  • Vernetzung
  • Logistik
  • Trailer
Wir sind vernetzt

INTERVIEW

INTERVIEW Krone-Qualitätsmanagement POTENZIALE ZUR OPTIMIERUNG GIBT ES IMMER Zur Person Gerold Wenisch ist als Geschäftsführer für den Bereich Produktion und Materialwirtschaft im Fahrzeugwerk Krone verantwortlich. D Die Marke Krone steht für ein Qualitätsversprechen an die Kun den. Wie man Gutes noch besser machen kann, erklären Gerold Wenisch, Geschäftsführer für den Bereich Produktion und Materialwirtschaft bei Krone, und Ralf Faust, Geschäftsführer für Kundendienst, Service und Telematik. Der Trailermarkt ist hart umkämpft: Wie schafft es Krone, sich auf diesem Markt immer wieder zu beweisen? Wenisch: Inhabergeführte Unternehmen wie wir können sehr gut auf Kundenwünsche eingehen – in puncto Qualität wie auch im Bereich der Produktausführung. Krone produziert ein Erzeugnis wie den Trailer in hohen Stückzahlen und geht dabei trotzdem auf individuelle Wünsche des einzelnen Kunden in Bezug auf Ausstattung und Gestaltung der Fahrzeuge ein. Der standardisierte Trailer ist für uns nicht zwingend die alleinige Basis unseres Geschäftsmodells. Faust: Und das gepaart mit Dienstleistungen, die wir ebenfalls sehr individuell auf den Kunden zuschneiden. Wir begleiten ihn über den gesamten Lebensweg des Trailers hinweg sehr intensiv – von der Garantie- und Kulanzabwicklung bis hin zur modernen Telematik. Das sind Produkte, die sich in der Digitalisierung und Telematik abspielen aus dem Service bereich, aber beispielsweise auch Finanzierungsmöglichkeiten, die das Eigenkapital des Kunden schonen. Der hohe Qualitätsanspruch, den die Kunden an Krone haben, spiegelt sich dann auch im Restwert wider. Trailer haben in Europa inzwischen ein Durchschnittsalter von etwa neun Jahren, die Investitionszyklen haben sich nach der Finanzkrise geändert. Insbesondere unsere neuen Produkte sind nach wie vor auch auf dem Gebrauchtmarkt hochbegehrt. Der Kunde hat damit letztlich einen deutlichen Vorteil, wenn er sich für unsere Fahrzeuge entscheidet. Krone hat schon immer einen hohen Anspruch an Qualität bewiesen: Was kann man da noch besser machen? Faust: Wir schauen immer wieder bis auf die kleinsten Bausteine in der Prozesskette unserer Produktion und stellen alles auf den Prüfstand. Wir hinterfragen bei jedem Detail, ob wir damit dem Kunden unseren Qualitätsanspruch beweisen können oder ob wir eventuell etwas optimieren müssen beziehungsweise wollen. Diese Frage muss man sich immer stellen, um nicht nachlässig zu werden. Ein Unternehmen muss das leben. Die Ansprüche, die wir bei Krone an die Qualität haben, sind ein fester Bestandteil der Prozesskette unserer Kunden. Wie entwickeln Sie neue Ideen und Ansätze zur Verbesserung? Wenisch: Wir stehen einerseits in engem Austausch mit den Kunden, die mit ihren Anforderungen auf uns zukommen. Andererseits informieren wir uns auf Messen und per Wettbewerbsanalysen. Und natürlich kommen auch viele Vorschläge aus den eigenen Reihen, wenn zum Beispiel Mitarbeiter in der Produktion eine Idee haben und sagen: „Mensch, warum probieren wir hier nicht mal das aus und versuchen dort mal jenes?“ Faust: Auch neue technische Entwicklungen geben Impulse, zum Beispiel in der Motorentechnik im Lkw-Bereich: Der Euro-6-Motor hat bei weniger CO 2 - Ausstoß ein höheres Eigengewicht und Fotos: Stefan Schöning 18 trailerforum | INTERVIEW

fordert damit, dass wir mit unserem Produkt immer leichter werden müssen. Wir sprechen hier von 600, 700 Kilogramm. Das hat zur Folge, dass wir Produktionsverfahren ändern und Materialien neu auswählen müssen. Dass wir die Konstruktion überdenken müssen, während wir immer dem hohen Qualitätsanspruch an einen Krone-Auflieger gerecht werden. Wir machen uns dann gemeinsam mit den Kunden auf den Weg, um eine passende Lösung für sie und für den Markt zu finden. Wenisch: Wir befinden uns hier im Spannungsfeld von hohen Stückzahlen in der Produktion, hohem Qualitätsanspruch und der schon erwähnten Individualisierung des Fahrzeugs, die wir gemeinsam mit dem Kunden verwirklichen. Das sind teilweise ganz konkrete Fragestellungen, zum Beispiel, mit welcher vollautomatischen Verschraubungstechnik die Räder angezogen und die Verschraubungsdaten sowie Drehmomente in der EDV weggeschrieben werden sollen – denn es macht einen Unterschied, ob das in der Produktion nur 50-, 100- oder 1.000- mal am Tag gemacht werden muss. Unternehmen wachsen mit den Umsätzen, aber auch in den Strukturen, und müssen dann über große Mengen die Qualität in allen Belangen absichern. Herr Faust, im Ersatzteilservice sind für Sie Schnelligkeit und Zuverlässigkeit besonders wichtige Themen. Wo sind hier Optimierungen möglich? Faust: Potenziale zur Optimierung gibt es immer. Für uns besteht die wichtigste Herausforderung im Service darin, die Mobilität unserer Kunden so hoch zu halten, dass sie quasi nicht mal einen geplanten Werkstattaufenthalt des Fahrzeugs wahrnehmen. Wir versuchen natürlich mit unseren Serviceprodukten und mit der Qualität, ungeplante Werkstattaufenthalte so stark wie möglich einzudämmen. Wir loten hier immer aus, wo eventuell noch Potenziale liegen, sei es in Bezug auf die Verfügbarkeit von Strukturen oder auch auf die Menschen, die in dieser Servicewelt agieren. Herr Wenisch, Sie sind für die Produktion verantwortlich – für den Krone-Trailer. Welche Möglichkeiten erschließen Sie sich da und auf welche Weise? Wenisch: Produktion und Einkauf sind bei uns sehr eng verwobene Aufgabenstellungen. Denn produziert werden kann nur dann, wenn die richtigen Teile zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. Wir arbeiten bei Krone mit einer sehr niedrigen Fertigungstiefe, die uns mit entsprechend leistungsfähigen Lieferanten sehr flexibel macht. Gleichzeitig bedeutet es viel Verantwortung gegenüber dem Kunden sowie den Lieferanten, die uns die Komponenten anliefern, und zwar idealerweise genau in der Reihen folge, in der wir die Fahrzeuge und Aufträge platzieren. Das sichern wir durch kontinuierliche Verbesserungsprozesse ab – analog zur Automobilindustrie. Wir wollen das komplette Potenzial der Wertschöpfungskette nutzen. Wo gibt es zwischen Ihnen beiden Berührungspunkte, wann setzen Sie sich zusammen an einen Tisch und besprechen die Themen Optimierung und Qualität? Wenisch: Gerade im Bereich von Herrn Faust ist in den letzten Jahren viel passiert; er hat den Kundendienst so aufgestellt, dass er quasi als Radarschirm funktioniert. Dort werden Hinweise auf Mängel gründlich dokumentiert, aufbereitet, systematisiert und dann eben auch manchmal als durchaus unangenehme Aufgabe in der Produktion platziert. Wir suchen dann die beste, nachhaltige Lösung dafür. Ein Schiff ohne Radar zu fahren hat sich bekanntlich schon bei der Titanic als schlechte Idee herausgestellt. Faust: Wir haben hier eine hochgradig transparente Informationspolitik geschaffen, in der wir Dinge, die wir aus unseren Full-Service-Bereichen vom Markt zurückgespielt bekommen, in die Struktur, Konstruktion und Fertigung als Aufgabe geben. Und zwar nicht als mahnender Finger, sondern wirklich als Verbesserung unserer Qualität. Eine gewisse Reklamationsrate kann man nie ausschließen. Aber wir stellen uns diesen Dingen mit einer sehr hohen Qualität und Kulanzbereitschaft. Wir schauen nicht weg, sondern wir suchen Lösungen, damit der Kunde auch morgen gern wieder zu uns kommt. Wieso können Ihre Kunden auch dann noch zufrieden mit Krone, seinen Produkten und Services sein? Faust: Wir sind mehr und mehr echte Partner für unsere Kunden geworden, nicht zuletzt durch unsere verbesserte Servicestruktur. Wir versuchen auch, uns mit unseren Stärken und Alleinstellungsmerkmalen ganz klar am Markt zu positionieren. An der Auslastung unserer Werke sieht man, dass das belohnt wird. Die Kunden schenken uns nach wie vor in sehr hohem Maße ihr Vertrauen. Kunde und Qualität sind bei Krone einfach untrennbar miteinander verbunden. Das ist für alle Mitarbeiter Grundlage ihrer Arbeit, sie leben es jeden Tag. Wenisch: Dabei geht es auch um Vertrauen und Motivation: Kunden und Mitarbeiter sind für Krone das wichtigste Gut. Das entspricht auch der Philosophie der Familie Krone als Inhaber: Das Fahrzeugwerk steht seit mehreren Generationen konsequent für Qualität. Das ist einer unserer wesentlichen Erfolgsfaktoren im Markt, und das ist in der gesamten Unternehmensgruppe ganz klar spürbar. Zur Person Ralf Faust verantwortet als Geschäftsführer Kundendienst/Service/Telematik des Fahrzeugwerks Bernard Krone alle Wertschöpfungsketten im Dienstleistungsbereich. INTERVIEW | trailerforum 19

Deutsch

KRONE Imagekatalog (DE)
kronetrailer
KRONE Koffersattelauflieger (DE)
kronetrailer
KRONE Container-Chassis (DE)
kronetrailer
KRONE Lang-LKW (DE)
kronetrailer
KRONE KEP-Shuttle (DE)
kronetrailer
KRONE Trailer Achse (DE)
kronetrailer
KRONE Easy Rider (DE)
kronetrailer
KRONE Service (DE)
kronetrailer
KRONE Used (DE)
kronetrailer
KRONE Fleet (DE)
kronetrailer
My KRONE (DE)
kronetrailer
Nutzfahrzeuge Auflieger Krone Unternehmen Trailerforum Spedition Liner Vernetzung Logistik Trailer