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KRONE trailerforum 2-2015 (DE)

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INTERNATIONAL Unterwegs

INTERNATIONAL Unterwegs in Frankreich ALLE SIGNALE AUF GRÜN Das Familienunternehmen MGE hat sich vom Betrieb für Lagerwirtschaft zum universellen Transportdienstleiter entwickelt, das sich dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben hat. „Uns kennt man in ganz Lothringen als die Firma mit den grünen Lastwagen“, erklärt Philippe Virtel, der Chef des französischen Familienunternehmens MGE, das seinen Sitz am Stadtrand von Epinal hat. „Als mein Vater 1958 diese Farbe wählte, konnte er nicht ahnen, wie zukunftsweisend sie war. Heute macht sie für jedermann unser Engagement für eine nachhal tige Entwicklung unseres Unternehmens sichtbar.“ MGE hat gerade die vor vier Jahren einge leitete Erneuerung seinen Fuhrparks abgeschlossen und zählt jetzt 350 Zugmaschinen, alle von Mercedes. Zwei Drittel davon entsprechen der Euro- 5-Norm und ein Drittel der Euro-6-Norm. Dies war ein gewichtiges Argument für das Branchenblatt „L’Officiel des Transporteurs“, das die Gruppe MGE 2013 zum „Transporteur des Jahres“ wählte. Philippe Virtel leitet seit mehr als 20 Jahren das französische Familienunternehmen MGE. VON LAGERWIRTSCHAFT ZU TRANSPORT. Das Familienunternehmen blickt auf mehr als 130 Jahre Tradition zurück. Gegründet im Jahre 1882, war der Betrieb früher vor allem auf Lagerwirtschaft ausgerichtet. „Doch mein Vater Max Virtel, der das Unternehmen 1958 kaufte und der technikbegeistert war, wollte sich in Richtung Straßentransport umorientieren“, so Philippe Virtel. Anfangs wickelte er vor allem Transporte von Agrarprodukten und Baumaterial innerhalb der Region ab. „Doch die Kunden wollten immer öfter Tür-zu-Tür-Lieferungen, um Unterbrechungen der Transportkette zu vermeiden, und so holten wir bald für Unternehmen unserer Region Kohle aus den Gruben Lothringens oder skandinavische Papiermasse aus den Beneluxhäfen“, erinnert sich Philippe Virtel, der die Leitung des Unternehmens 1994 übernommen hat. „Bald machte der internationale Verkehr mehr als die Hälfte des Umsatzes aus. Unsere Lkws fuhren von Irland bis Sizilien und von Dänemark bis zum Balkan.“ Billigkonkurrenz und Sozialdumping hinterließen jedoch auch bei MGE ihre Spuren. „Durch wirtschaftlichen Druck und soziale Verschiebungen in Europa haben wir unsere Kapazität verloren, auf dem internationalen Markt mitzumischen“, sagt Virtel. Das Unternehmen verlor Kunden und musste Märkte wie Süditalien, Dänemark und Großbritannien aufgeben. Dafür konzentrierte es sich verstärkt auf seinen Kernmarkt zwischen Frankreich und dem Westen des alten Europas, den Beneluxländern, über das deutsche Rheinland und die Schweiz bis Norditalien. Die internationalen Transporte machen heute nur noch knapp 20 Prozent des Umsatzes aus. MGE zählt gegenwärtig 480 Mitarbeiter und weist einen Jahresumsatz von 52 Millionen Euro aus. Bei dem in der Branche verbreiteten Klagen über den wirtschaftlichen Rückgang stimmt Philippe Virtel nicht mit ein. „Man kann durchaus existieren, aber dazu muss man natürlich auf die Entwicklungen am Markt reagieren und Ini tiativen entwickeln“, ist er überzeugt. „Sicher wirft der Straßentransport keine üppigen Gewinne ab, aber wenn Unternehmen wie das unsere seit mehr als 100 Jahren existieren, beweist das doch, dass man sich trotzdem behaupten kann.“ Als Zeichen für die Soliditiät von MGE verweist Virtel darauf, dass alle Gelände, Gebäude, Fotos: Khaled Frikha 20 trailerforum | PORTRÄT

Fahrzeuge und andere Technik aus eigenen Mitteln finanziert wurden und Firmeneigentum sind. „So sind wir von den Banken und den Herstellern unabhängig“, betont er stolz. „Wir haben uns nicht nur auf unser Kerngeschäft konzentriert, sondern auch Nischen gesucht und erschlossen.“ Bei den Kunden handelt es sich vorwiegend um Unternehmen der Schwerindustrie oder der Chemie, in geringerem Maße auch aus der Agrar- und Nahrungsgüterindustrie. „Wir können alle Arten von Transportleistungen abdecken, von der Beförderung von Rohstoffen über Energieträger bis zu Halb- und Fertigprodukten, aber auch bis zur Abfallentsorgung.“ Oftmals handelt es sich dabei um Komplettladungen von Gütern, die auf Paletten gestapelt sind; doch noch häufiger sind es Schüttgüter, pulverförmige Produkte oder Flüssigkeiten. Das Unternehmen verfügt über mehr als 600 Auflieger, von denen ein Drittel herkömmliche Aufbauten hat und zwei Drittel Kipper, Tank- und Silofahrzeuge sind. „In Europa gibt es viele Gruppen, die auf das eine oder andere davon spezialisiert sind, doch wir haben es geschafft, alles nebeneinander anzubieten, und das hat sich bewährt“, meint Philippe Virtel stolz. Als Ergänzung zum Transport hat MGE in begrenztem Umfang auch Kapazitäten für die kurzzeitige Lagerung von Schüttgut in Silos und von Paletten in einem Lagerhaus sowie für die Konditionierung, beispielsweise das Abfüllen von losem Schüttgut in Säcke. PARTNER FÜR SPEZIALANFERTIGUNG. Philippe Virtel lernte das Unternehmen Krone im Jahr 2007 kennen, testete damals ein Fahrzeug und war sehr zufrieden damit. „Als wir eine Spezialanfertigung für den Transport von Papier brauchten, war Krone unter den europäischen Herstellern das einzige Unternehmen, das positiv reagiert und einen Protoypen gebaut hat. Als sich kürzlich für uns die Frage nach der Erneuerung eines Teils unseres Fuhrparks gestellt hat, haben wir uns ganz natürlich an Krone gewandt und einen Vertrag über weitere 80 Fahrzeuge geschlossen, die in den nächsten 18 Monaten geliefert werden. So wird sich die Zahl der Krone-Fahrzeuge in unserem Fuhrpark gleich verdreifachen.“ Seit 2007 betreibt MGE auch Kombiverkehr Straße/Schiene, der zurzeit fünf Prozent des Umsatzes ausmacht. „Angesichts von immer mehr Staus auf den Straßen, der Treibstoffpreisentwicklung und den immer strengeren Umweltauflagen erschien mir dies einfach notwendig, um die Zukunft vorzubereiten“, erläutert Philippe Virtel. „Das wird von immer mehr Kunden, die auch etwas für die nachhaltige Entwicklung tun wollen, dankbar angenommen.“ Für den Umschlag von Containern und Wechselbehältern vom Lkw auf den Zug hat MGE nahe Nancy ein eigenes Gelände mit Gleisanschluss. Dort können auch komplette Güterzüge mit Schüttgut be- und entladen werden. ABWASSER GRÜNDLICH GEREINIGT. Die Firma hat eine eigene Werkstatt für Durchsichten und kleinere Reparaturen sowie zwei Waschstraßen für Lkws – eine für die Lastzüge mit eckigen Aufliegern und eine für die mit runden Tanks. Außerdem besitzt MGE eine Anlage, in der die Tank- und Siloauflieger zwischen den verschiedenen Transporteinsätzen innen gründlich gereinigt werden. In dieser Anlage, die als Service auch anderen Transportunternehmen offensteht, wird Wasser, das mit speziellem Reinigungsmittel vermischt wurde, unter Druck von 200 Bar eingesetzt. Dann wird diese Spülflüssigkeit in einer firmeneigenen Anlage so gründlich gereinigt, dass das Wasser bedenkenlos in die nahe Mosel abfließen kann. So wird MGE auch hier der Verpflichtung der grünen Farbe seiner Lkws gerecht. MGE lagert auch Schüttgut in eigenen Silos. Bei Krone hat das Unternehmen jüngst 80 neue Fahrzeuge bestellt. PORTRÄT | trailerforum 21

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