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KRONE trailerforum 2-2015 (DE)

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GUT GEKÜHLT …

GUT GEKÜHLT … Medikamente zuverlässig liefern DIREKTER DRAHT IN DEN TRAILER Die Pharmalogistiktradition in der Berliner Spedition Sünkler reicht bis in die 70er Jahre zurück. Das Unternehmen verbindet erfolgreich Erfahrung mit modernster Technik. Fotos: Norman Posselt 24 trailerforum | GUT GEKÜHLT

31.8.2015, 11 UHR, FRANKFURT AM MAIN: Wenige Milliliter Kontrastmittel in der Vene des Patienten Peter Müller * reichen zur Vorbereitung auf die Untersuchung seiner Nieren mittels MRT aus. Etwa eine halbe Stunde muss die jodhaltige Lösung wirken, damit Struktur und Funktion der Niere für die Ärzte gut sichtbar werden. E twa zur gleichen Zeit in Berlin und Velten (Brandenburg): 66 Paletten Kontrastmittel stehen am Logistiklager des Pharmaherstellers zum Versand bereit. Einige Kilometer entfernt bereitet Lkw-Fahrer Friedrich Becker * von der Spedition Sünkler sein Fahrzeug auf dem Betriebshof in Velten auf die sensible Fracht vor. Etwa 30 Minuten dauert es, bis der Lkw auf 20 Grad vortemperiert ist. Das Produkt ist das gleiche wie jenes, das in der Arztpraxis verwendet wird, aber die Dimensionen, die die Logistiker für die Radiologen als Endabnehmer bewegen, unterscheiden sich um ein Vielfaches. Unabhängig von der Menge steht das Wohl des Patienten schon am Anfang der logischen Kette stets im Mittelpunkt. „Pharmaprodukte sind sehr empfindlich und erfordern deshalb beim Transport eine besondere Sorgfalt in Form von exakter Planung, Sicherung und lückenloser Überwachung“, erklärt Michael Sünkler. Der geschäftsführende Gesellschafter der gleichnamigen Spedition weiß, wovon er spricht. Seit fast einem halben Jahrhundert fährt das Unternehmen, das er in dritter Generation führt, für die Pharmabranche. Am Beispiel des aktuellen Auftrags verdeutlicht er, was bei Temperaturabweichungen passieren kann: „Hitze bekommt dem Röntgenkontrastmittel schlecht. Die Wirkstoffe könnten inaktiv werden.“ 31.08.2015, 8.30 UHR, VELTEN: Während der Laderaum auf 20 Grad heruntergekühlt ist, zeigt das Außenthermometer bereits 28 Grad. Im klimatisierten Lkw checkt Becker vor seiner Abfahrt die per SMS eingegangenen Transportdetails: „Ladezeitfenster 9–10 Uhr in Berlin, Ziel: Logistiklager Frankfurt am Main am 1.9., Entladezeitfenster 11–12 Uhr. 9.20 UHR, BERLIN-SPANDAU, Logistikzentrum des Pharmakunden, Rampe 16: Der Gabelstapler hebt die 66. Palette Kontrastmittel in die erste Ebene des Sünkler-Trailers. Durch die Doppelstockbeladung ist jede Ecke des Koffersattelaufliegers perfekt genutzt. Den zweiten Boden hat Becker zuvor innerhalb weniger Minuten selbst eingezogen, indem er mithilfe einer Bedienstange die Doppelstockbalken von der Decke in die richtige Position bewegt hat. Nach Abschluss der Beladung wird der Auflieger zum Safe. Becker verriegelt die Tür über ein automatisiertes Verschlusssystem. Dazu gibt er über Lo »In den vergangenen fünf Jahren sind die Anforderungen an die Kühl- und Überwachungstechnik rasant gestiegen.« Michael Sünkler, geschäftsführender Gesellschafter der Spedition Sünkler das Bedienpaneel im Führerhaus einen Code ein. Danach hat der Fahrer keinen Zugriff mehr auf die Ware. Nur der Disponent in der Sünkler-Zentrale in Berlin kann das Fahrzeug wieder aufschließen. Was wie Zauberei klingt, gelingt durch eine integrierte Telematikfunktion. Michael Sünkler schätzt dieses Merkmal besonders. Er hat in diesem Jahr bereits in zwei Pharma Cool Liner des Herstellers Krone investiert, ein dritter Auflieger ist bestellt. Seine moderne Flotte besteht aus insgesamt 20 Fahrzeugen, davon 17 Kühlaufliegern. Letztere erneuert er im Durchschnitt alle fünf bis sechs Jahre. So wird er seinem Anspruch gerecht, mit der rasanten Entwicklung der Pharmalogistik in Bezug auf Sicherheit und Technik Schritt zu halten. „Gerade in den vergangenen fünf Jahren sind die Anforderungen seitens der Hersteller an die Kühl- und Über wachungstechnik rasant gestiegen – auch aufgrund immer komplexer werdender Produkte“, beobachtet Sünkler. AB 10.30 UHR, BERLINER RING, Richtung A 9: Sofort nach der Abfahrt vom Hof des Kunden wählt der Fahrer Friedrich Becker routinemäßig die Nummer des Disponenten. Dieser gibt ihm die Route vor – heute A 9, A 4 und dann A 5 – sowie die sicheren Parkplätze, die angefahren werden dürfen. Durch die per GPS übermittelten Daten hat der Disponent von seinem Schreibtisch aus alle relevanten Daten wie Temperatur, Türstatus und Lkw-Position jederzeit im Blick – Disponent und Fahrer bilden ein Team. Die enge Verzahnung der Mitarbeiter liegt Sünkler besonders am Herzen: „Schon in unseren Schulungen wird das Personal vom Fahrer bis zum Spediteur gemeinsam unterwiesen.“ ETWA 15 UHR, KURZ VOR ERFURT: Nach fast viereinhalb Stunden hinter dem Steuer legt Becker die gesetzlich festgelegte Pause von 45 Minuten ein. Er nimmt eine Ausfahrt, kurz vor Erfurt, von der A 4 zum vereinbarten Autohof, der als sicherer und versicherungskonformer Parkplatz eingestuft ist. Auf einem riesigen Bildschirm ist der Disponent in der Berliner Zentrale „digital“ stets dabei: Er übernimmt nun die Wache, damit sich Becker entspannen kann. Das Sünkler-Team in Berlin gibt dem Fahrer Sicherheit – rund um die Uhr. Egal, wann die Telematik eine Unregelmäßigkeit feststellt: Drei Disponenten, darunter der Chef persönlich, erhalten dann sofort eine Meldung direkt auf ihr Betriebssmartphone. „Das ist der Grund, warum Alkohol für mich auch auf Feiern und am Wochenende tabu ist“, sagt Sünkler. Denn im Worst-Case- Szenario steckt hinter einer SMS ein kaputtes Kühlaggregat, ein Unfall oder der Aufbruch eines Lkws. In einem solchen Notfall will der gelernte Spediteur, der selbst einen Lkw-Führerschein hat, schnell zur Stelle sein. Zehn Minuten später kommt tatsächlich eine Warnmeldung rein: Michael Sünkler leitet die gleichnamige Spedition seit 2004 in dritter Generation. * Namen von der Redaktion geändert GUT GEKÜHLT | trailerforum 25

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