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KRONE trailerforum 2016-01 (DE)

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INTERNATIONAL Grüne

INTERNATIONAL Grüne Supermarktlogistik NACHHALTIGER GÜTER- TRANSPORT IM EILTEMPO Die Niederländer setzen sich ehrgeizige Klimaziele im Güterverkehr: Bis 2025 muss der innerstädtische Warentransport emissionsfrei sein. Die Supermarktkette Albert Heijn arbeitet gemeinsam mit Transporteuren und Nutzfahrzeugherstellern an der Ökologisierung ihrer Fahrzeugflotte. Peter Leegstraten, Senior Consultant Transport. S upermärkte sind ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens, und die Kunden sind anspruchsvoll: Sie wollen hier jederzeit ein breites Sortiment an frischen Lebensmitteln vorfinden, und die Läden sollen gut erreichbar sein. Albert Heijn (AH), ein Tochterunternehmen von Koninklijke Ahold, ist der Marktführer unter den Supermärkten der Niederlande und führt dort rund 900 Filialen. Täglich sind etwa 1.000 Lkws im Einsatz, um diese zu beliefern – an Spitzentagen sogar ein Drittel mehr. Der überwiegende Anteil dieser Fahrzeuge sind Rund 900 Filialen brauchen täglich Ware. »Wir wollen so umweltfreundlich, leise, sicher und effizient wie möglich transportieren.« Kühlsattelauflieger aus dem Hause Krone. Albert Heijn arbeitet mit zwei Dutzend Transportunternehmen zusammen und mietet zusätzlich rund 300 Trailer. Der Konzern betreibt vier regionale und zwei nationale Distributionszentren. Von den nationalen Verteilerzentren aus werden die Lebensmittel zu den regionalen Verteilerzentren gefahren und dort mit weiteren Güterströmen verbunden. Daneben gibt es eigene Distributionszentren für die Getränkekette Gall & Gall und die Drogeriekette Etos, die ebenfalls zu Ahold gehören. GUTER NACHBAR. „Wir wollen so umweltfreundlich, leise, sicher und effizient wie möglich transportieren, denn immerhin befindet sich ein Großteil unserer Filialen in Wohngebieten“, erläutert Peter Leegstraten, Senior Consultant Transport, – jener Abteilung, die alle Transporte für AH, Etos und Gall & Gall organisiert. „Die Kunden wollen dort zwar alles einkaufen können, aber gleichzeitig möchten die Anwohner durch die Belieferung nicht belästigt werden. Wir wiederum wollen ein guter Nachbar sein und beliefern deshalb am Tagesrand, also morgens vor 7 Uhr und abends nach 19 Uhr. Dabei halten wir ganz bewusst den Lärmschutz ein.“ Alle Sattelauflieger, die das Unternehmen nutzt, sind seit sechs Jahren PIEK-zertifiziert. Damit erfüllen sie die strengen Auflagen für Lärmschutz beim Laden und Löschen von Tagesrandlieferungen. Auch die Ladeklappen und Kühlmotoren haben das strenge Zertifizierungsverfahren durchlaufen und bestanden. „Wir verwenden nur isolierte Sattelauflieger mit Kühltechnik – auch für Lebensmittel –, die während des Transports nicht gekühlt werden müssen. Das macht unsere Fahrzeuge breiter einsetzbar und hält uns flexibel“, so Peter Leegstraten. Das Thema Lärmreduktion war Impuls für ein Transportinnovationsprojekt, das 2010 von Ahold gestartet wurde. „Wir engagieren uns für Lärmschutz genau so wie für Sicherheit: Ein Teil unserer Sattel- Fotos: Rob Melchior 20 trailerforum | PORTRÄT

Von seinen nationalen Distributionszentren aus verteilt Albert Heijn die Lebensmittel zu regionalen Verteilerzentren. auflieger verfügt über das Tailguard-System zum automatischen Bremsen beim Rückwärtsmanövrieren. Die Technologie erkennt fest stehende und mobile Objekte im toten Winkel und bremst den Gesamtzug dann automatisch. Das ist eine besonders sichere Lösung für die innerstädtische Distribution und ein hochfrequentes Andocken.“ WEITERE ALTERNATIVEN GESUCHT. Die Trucks, die in der Distribution zu den Filialen eingesetzt werden, erfüllen mindestens die Euro-5-Norm. Zur weiteren CO 2 -Reduktion sucht Ahold Alternativen zum Dieselmotor. Etwa 130 Lkws fahren bereits mit LNG – ein möglicher Zwischenschritt zu noch umweltfreundlicheren Kraftstoffen wie Bio-LNG. Außerdem erprobt Ahold den elektrischen Gütertransport. „Letztlich gehen wir auf die Nullemission zu“, ist Leegstraten überzeugt. „Wir bauen gerade zwei Lieferwagen, mit denen wir elektrisch in die Innenstadt fahren wollen; diese werden wir zunächst für den Transport zu den AH-Filialen in Amsterdam einsetzen.“ Leegstraten sieht Bio-LNG als realistische Alternative für den Transport größerer Ladungen über längere Distanzen. „Auch mithilfe von intelligenten Sattelaufliegern wollen wir die CO 2 -Emissionen weiter herabsetzen. Wir haben momentan zehn Trailer mit einer Rekuperationsachse, die den Strom für die elektrische Kühlung generiert. Ebenso verringert eine gute Aerodynamik den Kraftstoffverbrauch. Krone lieferte als erster Fahrzeughersteller ab Werk Trailer mit einer Seitenverkleidung“, so Leegstraten. Hier könne er nicht nur sicher sein, dass die Qualität stimmt, sondern dass diese Technik auch direkte Kostensenkungen mit sich bringe. „Wir besprechen mit den Ingenieuren des Hauses Krone regel mäßig weitere Möglichkeiten, um den Kraftstoffverbrauch zu senken.“ Ahold setzt darüber hinaus 30 Lang-Lkws ein. „Wir halten das Konzept des Lang-Lkws für sehr erfolgversprechend. Mit ihm fahren wir bis zum Stadtrand, wo wir die Einheiten entkuppeln und einzeln in die Stadt fahren.“ AMBITIONIERTES KLIMAZIEL. In den Niederlanden ist die Frage nach nachhaltigen Kraftfahrzeugen größer als in anderen europäischen Ländern. Die niederländische Regierung hat es sich zum Ziel gesetzt, den innerstädtischen Gütertransport bis 2025 emissionsarm zu machen. Leegstraten ruft die Fahrzeughersteller deshalb auf, das aktuelle Angebot zu erweitern. „Die Politik wartet nicht“, warnt er. „Wenn die Industrie nicht reagiert, wird es Sanktionen geben, wie es heute bereits in London der Fall ist. Deshalb gehen wir als Verlader gemeinsam mit Transporteuren auf die Fahrzeugfabrikanten zu, um den Innovationsprozess zu beschleunigen.“ Innovationen sind kostenintensiv, und die Niederlande sind relativ klein. Gibt es für Fabrikanten außerhalb der Niederlande genügend Absatzmöglichkeiten für nachhaltige Transportmittel? „Wir meinen ja, denn Luftverunreinigung ist auch ein Problem anderer europäischer Länder“, erklärt Peter Leegstraten. „2025 scheint vielleicht noch weit entfernt zu sein. Wenn aber ein Transporteur einen Trailer kauft, möchte er diesen eventuell mindestens zehn Jahre lang nutzen. Die Fahrzeughersteller müssen deshalb schon heute investieren und entsprechende Transportmittel entwickeln, damit sie im Jahr 2020 über ein Angebot an nachhaltigen Fahrzeugen verfügen, die sie ab 2025 in großem Umfang ausliefern können.“ NEUTRALE IT-PLATTFORM. Neben einer nachhaltigen Fahrzeugflotte setzt Ahold auf Big-Data-Lösungen, um den Transport „grüner“ zu gestalten. Für die großen Güterströme auf Autobahnen hält Leegstraten das sogenannte Platooning für eine vielversprechende Lösung: Dabei fahren mehrere Lkws im Konvoi und kommunizieren miteinander. Das führt zu einem geringeren Kraftstoffverbrauch, einer besseren Ausnutzung der Infrastruktur und zu mehr Sicherheit im Straßen verkehr. Außerdem hat Ahold vor kurzem eine neutrale IT-Plattform entwickelt, um die Logistikdaten der Transportpartner zu bündeln. „Als Verlader müssen wir pünktlich liefern. Wir richten unsere Prozesse so ein, dass in den Filialen rechtzeitig Mitarbeiter bereitstehen, um die gelieferten Güter in die Regale zu räumen.“ Dank der neuen Plattform ist immer klar, wo sich unsere Lkws gerade befinden; die Filial leiter können mit einem Tablet-PC die erwartete Ankunftszeit einsehen. Zukünftig wird das System erweitert, und es wird noch mehr Informationen verarbeiten, beispielsweise zu Staudaten, über Straßenarbeiten und die Temperatur der transportierten Güter. Peter Leegstraten ergänzt: „Albert Heijn ist innerhalb von Ahold der Katalysator für dieses System, aber wir wollen und müssen es für alle unsere Güterströme einsetzen.“ PORTRÄT | trailerforum 21

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