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KRONE trailerforum 2016-01 (DE)

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GUTE IDEE … Fangfrische Garnelen aus Deutschland GARNELEN MADE IN GERMANY Im mecklenburgischen Grevesmühlen werden auf der Farm „Cara Royal“ echte White-Tiger-Garnelen gezüchtet. Die exotischen Delikatessen wachsen in einem natürlichen Kreislauf auf und werden frisch an die Kunden versandt. D ienstag im mecklenburgischen Grevesmühlen. Ein Fahrer der Spedition Koch International lädt zwei Dutzend Bigbags Salz vor dem Firmenschild der Garnelenfarm Cara Royal ab. Jeder der Säcke fasst 500 Kilogramm. Das reicht dem Kunden für gerade mal drei Monate, denn er hat jede Menge Wasser zu salzen: Cara Royal züchtet echte White- Tiger-Garnelen. Etwa 15 Zentimeter groß und 30 Gramm schwer ist jeder dieser Prachtkerle. Während jährlich rund 65.000 Tonnen ihrer Artgenossen aus Übersee importiert werden, wachsen die Tiere der Farm nahe Hamburg auf. Deshalb können sie frisch verkauft werden – und das gab es bislang hierzulande nicht. Firmeninhaber York Dyckerhoff hat Cara Royal vor rund zwei Jahren gegründet. „Es macht uns stolz, dass wir unseren Kunden ein unverfälschtes Genusserlebnis bieten können“, erklärt er. Seit vergangenem August hat die Aquafarm rund fünf Tonnen frische Garnelen deutschlandweit an Gastronomen, Händler und über den eigenen Onlineshop an Privatkunden verkauft – besonders zu Weihnachten und Ostern ist die Nachfrage groß. Ziel sei es, jährlich etwa 15 Tonnen abzusetzen. Bis Ende 2016 soll die Gewinnschwelle erreicht werden. KREISLAUF WIE IN DER NATUR. Die Farm besteht aus vier 35 Meter langen Becken mit einem geschlossenen Wasserkreislauf. Sie wurden einmalig mit rund 400 Kubikmetern Wasser gefüllt. Täglich müssen gerade mal drei Prozent, also nur rund zwölf Kubikmeter Grevesmühlener Leitungswasser zugefügt werden. „Den Rest bereiten wir stündlich auf “, sagt Betriebsleiter Marcus Thon. Damit sich die Garnelen hier so wohlfühlen wie im Meer, braucht das Unternehmen rund zwölf Tonnen Salz pro Quartal. Das bezieht es bei Aqua Medic aus Bissendorf bei Osna- Fotos: Cara Royal, Nicole de Jong 24 trailerforum | GUTE IDEE

Lo »Wir haben damit einen Kreislauf geschaffen, wie er in der Natur vorkommt.« Marcus Thon, Betriebsleiter von Cara Royal brück. Alle drei Monate wird es mit der Spedition Koch International geliefert. Für den Transport im Trailer sowie die spätere Lagerung werden die Bigbags auf Paletten festgezurrt. „Wir bestellen immer eine größere Menge, um eine Lkw-Ladung vollzukriegen“, sagt der Betriebsleiter Marcus Thon. Ökologie und Ökonomie stehen in allen Belangen an erster Stelle. Der diplomierte Fischereibiologe hat die Anlage in Mecklenburg-Vorpommern mit aufgebaut. „Wir haben hier einen Kreislauf geschaffen, wie er in der Natur vorkommt“, erklärt er. Ein Trommelsieb filtert die Schwebstoffe heraus; anschließend bauen Bakterien in einem großen Biofilter die Stoffe ab, die die Garnelen in das Wasser abgeben. Ein sogenannter Eiweißabschäumer filtert feinste Partikel ab, die dann in die rund 500 Meter entfernt gelegene Kläranlage fließen. Das mit speziellen Mineralien angereicherte Salzwasser der Aufzuchtbecken ist leicht getrübt und etwa 30 Grad warm, die Außentemperatur in der Halle beträgt permanent 32 Grad. Die Aquafarm nutzt über eine Pipeline die Abwärme einer Kläranlage. „Das war einer der Gründe dafür, dass wir diesen Standort für unsere Ansiedlung gewählt haben“, erzählt Thon. Die Energiebilanz der Aufzucht sei daher sehr gut. „100 Prozent Biologie, null Chemie“ – so lautet der Grundsatz für die Produktion. Die Larven stammen aus einer Zucht in Florida, die garantiert, dass die Tiere gesund sind. Einmal im Monat bekommt das Unternehmen eine Lieferung mit rund 300.000 Larven. Sie werden in speziellen Säcken und Styroporboxen über Hamburg eingeflogen. Mit dem Transporter eines befreundeten Tierimporteurs geht es dann über die Autobahn 20 nach Grevesmühlen. „Wir planen aber eine eigene Fortpflanzung, sodass wir die Larven mittelfristig nicht mehr aus Florida kommen lassen müssen“, so Thon. Bis dieses aufwendige Prozedere umgesetzt werden kann, braucht das Unternehmen jedoch noch Zeit. Nach der Reise bekommen die Tiere etwa zehn Tage lang Zeit, um sich zu akklimatisieren. Dann werden sie in die Becken gesetzt. „Wir wollen sie möglichst wenig Stress aussetzen. Sie sollen zu 100 Prozent natürlich und nachhaltig wachsen“, sagt er. Daher werden sie mit speziellem Biofutter aus Fischmehl, Soja, Raps und Weizen gefüttert. Das Unternehmen bezieht es von einem Hersteller in Frankreich. Die vier Becken sind in unterschiedliche Wachstumszonen aufgeteilt. „Wir achten auf eine ausgewogene Besatzdichte. Massentierhaltung gibt es bei uns nicht“, erläutert der Betriebsleiter. Schon nach ein bis zwei Wochen ist die typische Körperform der bläulich schimmernden Tierchen zu erkennen. Nach jeweils zwei Monaten werden sie sanft ins nächste Becken geleitet, um schließlich nach einem halben Jahr abgefischt werden zu können. Im sogenannten Erntebecken „schwimmen sich die Tiere schön“: Sie bekommen dort etwas weniger Futter, damit sich ihr Darm entleeren kann, der dadurch vor der Zubereitung nicht mehr entfernt werden muss. „Unsere Garnelen kann man sogar roh genießen“, GUTE IDEE | trailerforum 25

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