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KRONE trailerforum 2016-02 (DE)

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SPAZIERGANG mit Gero

SPAZIERGANG mit Gero Schulze Isfort »RAUMFAHRT IST OHNE VERNETZUNG NICHT VORSTELLBAR« Gero Schulze Isfort, geschäftsführender Direktor der Krone Nutzfahrzeug Gruppe, traf in Bremen den Astronauten Gerhard Thiele zu einem Gespräch über Technik, Kommunikation und Schnittstellen in der Raumfahrt – und deren Parallelen in der Logistik. Gero Schulze Isfort: Herr Thiele, als Astronaut haben Sie erlebt, wovon sehr viele Menschen träumen: Sie sind ins All gereist. Wenn Sie sich an Ihre Mission zurückerinnern: Was war besonders prägend? Gerhard Thiele: Es sind vor allem einzelne Momente, die mir immer wieder präsent werden. Und es ist nach wie vor unwirklich: War ich tatsächlich da oben? Auch für mich war es die Erfüllung eines Wunschtraums aus der Kindheit. Dass es dann so gekommen ist, war auch viel Glück: Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Schulze Isfort: Es ist eine Karriere, die man nicht planen kann. Was muss man dafür mitbringen, welche Fähigkeiten? Thiele: Man muss vor allem in der Lage sein, Informationen sehr zügig aufzunehmen und zu verarbeiten – und das möglichst fehlerfrei und unter hohem Druck. Bei einer Mission, für die ich trainiert habe, liefen oft zehn Experimente simultan ab. Die müssen Sie alle im Auge behalten und rasch erkennen, wenn plötzlich irgendwo ein Lämpchen nicht mehr leuchtet. Schulze Isfort: Für uns bedeutet es eine ähnliche Herausforderung, die vielen Projekte gleichzeitig zu verfolgen, die wir mit Kunden gemeinsam entwickeln oder mit denen wir Innovationen vorantreiben. Aber wenn man das über viele Jahre hin- DIE KULISSE Für diesen Spaziergang trafen sich Gero Schulze Isfort und Gerhard Thiele in der Raumfahrtstadt Bremen im „Universum“: Das Science- Center macht Wissenschaft für jedermann begreifbar. Die Besucher können über 300 Exponate zu Technik, Mensch und Natur entdecken und viele naturwissenschaftliche Phänomene hautnah und mit allen Sinnen erleben und verstehen. Fotos: Stefan Schöning 24 trailerforum | SPAZIERGANG MIT GERO SCHULZE ISFORT

»Sie können nur auf zwei Wegen in Schwierigkeiten geraten – indem Sie Ihren Prozeduren nicht folgen und indem Sie ihnen folgen.« Gerhard Thiele weg praktiziert, ist man gut trainiert. Dabei setzen wir auf unser gutes Team, hochwertige Materialien und moderne Technologien. Für Sie spielt das Vertrauen in die Technik sicher eine ganz besondere Rolle? Thiele: Ich hätte mich nicht in eine Rakete gesetzt, wenn ich nicht darauf vertraut hätte, dass ich von der Mission wieder heil nach Hause komme, weil das Bodenteam so gut gearbeitet hat, wie ich selbst es von mir erwarte. Nichtsdestotrotz birgt so eine Mission Risiken, die nicht vergleichbar mit jenen sind, die man normalerweise eingeht. Man muss sich fragen: „Bin ich bereit, das zu akzeptieren?“ Dann kann man sich auch in eine Rakete setzen. Was nicht heißt, dass ich als Mensch nicht einen gehörigen Respekt gehabt hätte – den hatte ich durchaus. Aber das ist auch das, was mich an der Raumfahrt so fasziniert: Alle verschreiben sich einem Ziel und geben ihr Bestes dafür. ZEHNTER DEUTSCHER IM ALL Dr. Gerhard Thiele, 1953 geboren, hat Physik und Astronomie studiert. 1987 wurde er als künftiger Wissenschaftsastronaut in das deutsche Raumfahrerkorps aufgenommen und begann am heutigen Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln seine Ausbildung. Von 1998 bis Anfang 2010 war er Mitglied des ESA-Astronautenkorps und nahm als Missionsspezialist vom 11. bis 22. Februar 2000 an der Shuttle Radar Topography Mission teil. Er war damit der zehnte Deutsche im All. Gerhard Thiele ist verheiratet und hat vier Kinder. Schulze Isfort: Auch das sehe ich in unserem Unternehmen: Es muss uns gelingen, dass unsere Mitarbeiter jeden Tag ihr Bestes geben, und wir tun alles dafür, dass das so bleibt. Was mich an der Raumfahrt immer noch besonders fasziniert, ist der Datenaustausch mit dem Weltraum. Ich bin Amateurfunker und finde es spannend, wie der Kontakt über solch große Entfernungen funktioniert. Thiele: Das ist für unsere Arbeit unverzichtbar. Wenn Sie nicht mit dem Boden sprechen können, sind Sie auf sich allein gestellt. Gleichzeitig ist es eine große Herausforderung, zu verstehen, was über Funk gesagt wird. Ich habe meist meine Arbeit unterbrochen, um genau zuhören zu können. Schulze Isfort: Zuhören ist in einem Industrieunternehmen wie unserem ebenfalls unerlässlich. Wir leben von unseren Kunden, und wir müssen ihnen immer zuhören. Je besser uns das gelingt, desto besser ist letzten Endes das Produkt, das wir produzieren. Ein weiteres sehr wichtiges Thema ist für uns Vernetzung. Welche Rolle spielte die in Ihrem Beruf? Thiele: Raumfahrt ist ohne Vernetzung nicht vorstellbar. Projekte wie die internationale Raumstation kann nicht einer allein schaffen, und es sollte auch nicht einer allein versuchen. SPAZIERGANG MIT GERO SCHULZE ISFORT | trailerforum 25

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