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ALLES IM FLUSS Kurs

ALLES IM FLUSS Kurs Hamburg: Zehntausende Container erreichen täglich den größten deutschen Seehafen. 6 trailerforum

TITELSTORY Smarter Hafen In einem internationalen Hafen laufen viele Fäden zusammen: Zehntausende Container werden dort tagtäglich über die Kaikanten bewegt. Damit es auf Land- und Wasserwegen nicht zu Staus kommt, sind intelligente, vernetzte Systeme gefragt. Hamburg setzt dazu auf „Smart Port Logistics“. Fotos: Hamburg Süd/Michael Schindler E ndlose Weiden und frisches, saftig grünes Gras, so weit das Auge blicken kann: In der argentinischen Pampa sind Millionen Rinder zu Hause. Auf riesigen Weideplätzen können sie sich frei bewegen und selbst ernähren. Das Ergebnis dieser optimalen Bedingungen für die Aufzucht erkennen Steakfreunde mit bloßem Auge: Das Fleisch der Tiere hat nicht nur eine dunkelrote, gesunde Farbe; die Fetteinlagerungen sorgen zudem für eine feine Marmorierung – beides kennzeichnet Fleisch von besonders hoher Qualität. GUT GEKÜHLT UND NICHT GEFROREN. Seit Jahrzehnten ist Deutschland einer der wichtigsten Absatzmärkte für argentinisches Rindfleisch. Doch der Weg von den südamerikanischen Weiden auf die heimischen Teller ist weit: rund 12.000 Kilometer Luftlinie sind es von der Haupt- und Hafenstadt Buenos Aires nach Hamburg. Laut Jens Schlegel, Marktforscher bei „Hafen Hamburg Marketing“, verbinden auf dem Wasserweg gegenwärtig 17 Liniendienste die Elbmetropole mit Häfen in Südamerika. Fünf große internationale Reedereien ringen hier um Marktanteile. Aus Argentinien wurden 2015 auf dem Seeweg knapp 61.000 Tonnen Fleisch und Fleischerzeugnisse über Hamburg eingeführt, und zwar ausnahmslos im Kühlcontainer. Das wertvolle Steakfleisch wird in speziellen Vakuumbeuteln auf eine Temperatur von –1 bis +1 Grad Celsius heruntergekühlt. In exakt diesem Temperaturfenster – nicht etwa tiefgefroren – reist das Fleisch dann zu seinem Bestimmungshafen. Rund vier Wochen dauert die Fahrt. Diese Zeit ist nicht verloren, im Gegenteil: Während der Reise reift das Rindfleisch, was wiederum zu seiner zarten Beschaffenheit beiträgt. Auf dem Containerterminal im Hafen von Buenos Aires fällt schon von Weitem der riesige, auffällig rot bemalte Rumpf der „Cap San Lorenzo“ ins Auge. 2.100 Kühlcontainer passen an Bord. Das 333 Meter lange Containerschiff wäre mit seiner Kapazität von knapp 10.000 TEU (20-Fuß-Boxen) noch vor wenigen Jahren das größte Containerschiff der Welt gewesen, doch die jüngsten und größten Megacarrier nehmen heute fast doppelt so viele Boxen an Bord. Allerdings: Der Platz in den Häfen von Südamerika und vor allem in Buenos Aires ist begrenzt; der Río de la Plata, dessen trübes Fahrwasser auf den südlichen Atlantik führt, ist eng. Viel größer als die „Cap San Lorenzo“ dürfen die Schiffe hier nicht sein, um noch abgefertigt werden zu können. SEIT 145 JAHREN IM GESCHÄFT. Der weiße, überdimensionale Schriftzug „Hamburg Süd“ an der Bordwand macht die Zuordnung der Reederei leicht: Die „Hamburg Südamerikanische Dampfschifffahrts-Gesellschaft KG“ ist einer der wichtigsten Akteure im Seeverkehr zwischen Südamerika und Nordeuropa. Gegründet wurde sie bereits 1871 und ist daher mit diesem Fahrtgebiet bestens vertraut. Seit 1955 gehört sie vollständig zur in Bielefeld ansässigen Oetker-Gruppe, einem der größten europäischen Familienunternehmen. Im Jahr 2015 lag der Gesamtumsatz der Hamburg Süd bei über 6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten der Reederei sind das mit Abstand größte von insgesamt sechs Geschäftsfeldern der Gruppe. Um im stürmischen Wettbewerb bestehen zu können, hat die Hamburg Süd in den vergangenen Jahren neben dem Ausbau der logistischen Dienstleistungen den Kurs konsequent in Richtung Digitalisierung abgesteckt: So wurde im vergangenen Jahr am Hauptsitz in Hamburg das neue „Fleet Operations Center“ eingerichtet, das vor allem eine noch größere Effizienz auf der Seepassage erreichen soll. Dort werden in Echtzeit Informationen zu Position, Route sowie Ankunfts- und Abfahrtszeiten sämtlicher Schiffe gesammelt, ebenso zum Zustand von Schiff und Ladung, zu Wetterbedingungen und weiteren wichtigen Parametern. Ändert sich etwa das vorhergesagte Wetter oder verzögert sich eine Abfertigung im Hafen, beraten die Mitarbeiter des Fleet Operations Centers gemeinsam mit dem Kapitän des betroffenen Schiffes über die notwendigen Schritte, um Verspätungen möglichst zu vermeiden. Verlader und Empfänger sollen sich schließlich auf einen regelmäßigen, taggenauen Service verlassen können. Außerdem ermittelt das Fleet Operations Center laufend den Kraftstoffverbrauch für jedes einzelne Schiff. Noch sind die Dienste nicht flächendeckend für die gesamte Flotte verfügbar, aber schon in diesem Jahr will die Reederei 23 von 39 Liniendiensten vom Center aus begleiten. Die ersten Ergebnisse sprechen für sich: Wie die Hamburg Süd in ihrem gerade vorgestellten Umweltbericht festgestellt hat, benötigten die über das Fleet Operations Center unterstützten Schiffe beispielsweise auf der Atlantikpassage zwischen Santos (Brasilien), dem letzten Ladehafen in Südamerika, SMARTER HAFEN | trailerforum 7

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