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KRONE trailerforum 2017-01 (DE)

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SPAZIERGANG Historisches

SPAZIERGANG Historisches Berlin trifft auf Startup-Szene: Der Spaziergang führte Christoph Keese und Bernd Brüggen zum Französischen Dom auf dem Gendarmenmarkt und zu Mindspace, einem internationalen Coworking Space, in dem Freischaffende und junge Unternehmen Büroräume mieten können. DIE KOMFORTZONE ZUR AKTIONSZONE MACHEN Bernd Brüggen, geschäftsführender Direktor und CEO der Krone Nutzfahrzeug Gruppe, traf in Berlin Christoph Keese, Executive Vice President der Axel Springer SE. Die Branche des Medienprofis hat sich im vergangenen Jahrzehnt komplett gewandelt – was kann die Logistik daraus lernen? Herr Keese, Sie haben in der Medienbranche durch die Digitalisierung sehr früh schmerzhaft erleben müssen, wie Wandel beinahe alles infrage stellen kann. Wie haben Sie das gemeistert? Keese: Wir haben versucht, Wandel als Chance zu begreifen – das ist aber alles andere als leicht. Es verlangt eine innere Bereitschaft zum Aufbruch und zu neuem Denken. Wir mussten die Augen für die Wirklichkeit öffnen und sind zu einer Art Naturforschern geworden, die Informationen sammeln und dann überlegen, wo in neu entstehenden Wertschöpfungsketten ihr Platz sein könnte. Es hat eine enorme Aufbruchsbereitschaft erzeugt – und am Ende auch ein gutes wirtschaftliches Ergebnis. Wie erleben Sie diese Entwicklung? Brüggen: Sehr ähnlich. Wir haben früh und von Grund auf verstanden: Man muss sich aus seiner Komfortzone herausbewegen, sie zur Aktionszone machen und Ängste überwinden. Denn die Schnelligkeit, mit der all das passiert, flößt durchaus Respekt ein. Herr Brüggen, was bedeutet Wandel für Sie? Brüggen: Wandel heißt für mich und für uns im Unternehmen die stetige Anpassung an neue Bedingungen. Dabei verstehen wir uns ganz klar auch als Akteure und Treiber des Wandels. Als mittelständisches Unternehmen ist es für uns besonders wichtig, alle Mitarbeiter auf diesem Weg mitzunehmen, denn diese Herausforderungen kann man nur gemeinsam meistern. Keese: Die Mitarbeiter sollten mehr Verantwortung übernehmen, sich mit technologischen Entwicklungen auseinandersetzen und Interesse an Veränderungen beweisen. Ich denke, das kann man auch erwarten, denn es ist ja nicht so, dass die Digitalisierung komplett von heute auf morgen passiert wäre: Das World Wide Web ist vor ungefähr 30 Jahren erfunden worden. 22 trailerforum

SPAZIERGANG Fotos: Stefan Schöning Brüggen: Wir spüren da sehr viel Rückhalt und auch Engagement in unserer Belegschaft zu diesen Themenfeldern. Besonders viele junge Kollegen setzen sich mit den neuen Technologien und Denkweisen auseinander. Bei unseren Kunden findet derzeit ebenfalls ein Generationenwechsel statt; viele Entscheider aus älteren Jahrgängen übergeben ihre großen Speditionen und Unternehmen an die nächste Generation, die mit neuen Systemen, Smartphones und Co. aufgewachsen ist. Da passiert auch ein Wandel in den Köpfen der Logistik. »Wir gehen den Weg vom reinen Hardwarelieferanten zu einem Systemanbieter.« Bernd Brüggen Wie erleben Sie den technologischen Wandel? Brüggen: Er bietet viele großartige Chancen, die wir als Unternehmen natürlich umfassend nutzen wollen. Das Tempo ist eine enorme Herausforderung. Anfang der 80er-Jahre hatten wir die ersten PCs, die dann auch vernetzt wurden. Ich dachte damals schon: Wenn das richtig ins Laufen kommt, werden diese Geräte sich irgendwann gegenseitig selbst erfinden. Und genau da sind wir heute mit der künstlichen Intelligenz – einer wirklich atemberaubenden Entwicklung. Keese: Ich denke, es gibt auch wenige Branchen, die davon so stark betroffen sind wie die Logistik. Das Konsumentenverhalten verändert sich grundlegend. In fünf Jahren werden die Bewohner einer Großstadt eine Zustellzeit von über 15 bis 30 Minuten wahrscheinlich schlicht nicht mehr akzeptieren. Die Produkte müssen in Zwischenlager gebracht werden, bevor der Kunde sie bestellt. Das geht nicht ohne Vorhersagen, also künstliche Intelligenz. Für Logistiker ist sie also eine genauso wichtige Grundlagendisziplin wie Mechanik. Darauf müssen sich die Unternehmen und auch ihre Mitarbeiter einstellen. Brüggen: Logistik 4.0 beschäftigt uns natürlich sehr – die Vernetzung der Daten vom Endkunden bis zum Produzenten. Wir sind auf dieser Strecke ein sehr wichtiger Partner für unsere Kunden und entwickeln mit ihnen gemeinsam Lösungen, um ihr Geschäft optimal zu unterstützen. Herr Keese, wer wird das Wettrennen um die Digitalisierung gewinnen? Keese: Das wird derjenige sein, der die komplette Wertschöpfungskette digitalisiert, mit Sensoren versieht, mit künstlicher Intelligenz aufrüstet und das alles in die Cloud bringt, auswertet und versucht, die Kette zu monopolisieren. Brüggen: Man darf nie vergessen, dass all das ohne unsere Hardware nicht funktioniert. Aber auch wir entwickeln uns derzeit von einem reinen Hardwarelieferanten zu einem Systemanbieter und betrachten stets den gesamten Logistikprozess. Deshalb bieten wir beispielsweise eigene, unabhängige Cloudlösungen für alle telematischen Dienstleistungen an. Keese: Eine wichtige Frage lautet hier: Sind die Softwareproduzenten schneller dazu in der Lage, die Hardwareketten zu digitalisieren, oder sind die Hardwareproduzenten in ihrem Stammterritorium schneller dabei, das Ihrige zu digitalisieren? Das ist komplett offen. Brüggen: Und die Frage ist, wer den Standard setzt. Keese: Genau, das entscheidet sich aufgrund von Geschwindigkeit und Qualität. Und das wiederum führt in der Schlussfolgerung zu den drei Grundprinzipien, die man unbedingt einhalten muss: Machen, machen, machen! Brüggen: Ich denke, das passt sehr gut zu uns und zu unserer Mentalität, da wir direkt auf die Bedürfnisse des Marktes und unserer Kunden reagieren. Ich sage es mal so: Es wird nicht lange um den „heißen Brei“ »Drei Grundprinzipien, die man unbedingt einhalten muss: Machen, machen, machen!« Christoph Keese herumgeredet im Emsland. Und mit unserer Inhaberfamilie Krone haben wir Unternehmer, die verstehen, wie wichtig neue Themen und Innovationen sind. Wir initiieren intern neue Wege für Offenheit, beispielsweise über unkomplizierte Sonderprojekte mit jungen Menschen, die kurzfristig in die Umsetzung gelangen. Herr Keese, Sie haben ein halbes Jahr im Silicon Valley gelebt und dessen Start-up-Kultur studiert. Was können hiesige Logistiker von dort lernen? Keese: Das ist die Gretchenfrage: Unternehmer, wie organisierst du die digitale Transformation? Es gibt leider keine einfache Antwort darauf, denn es ist wahrscheinlich die größte Herausforderung der nächsten zehn Jahre. Die Transferindustrie hat einen Riesenvorteil, der gleichzeitig ein Nachteil ist. Andere Industrien wurden früher getroffen – allen voran die Medien, denn unsere Güter waren schon immer flüchtig und ließen sich leicht digitalisieren. An unserem Beispiel kann man also unheimlich viel lernen. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht ist die, dass trailerforum 23

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