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KRONE trailerforum 2018-01 (DE)

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König Kunde

PORTRÄT »Die

PORTRÄT »Die Transportwelt wird sich gravierend verändern. Wir werden das autonome Fahren noch erleben!« Josef Perisa Europa als Chance: Der Transportexperte Josef Perisa leitet als Vorstand die Geschicke der Transcoop09 mit über 60 Mitgliedsunternehmen aus 18 europäischen Staaten.

PORTRÄT »WIR WOLLEN TRANSPORT- UNTERNEHMER MIT GESICHT!« Die Transcoop09 AG hat sich als Zusammenschluss mittelständischer Transportunternehmer auf dem europäischen Transportmarkt etabliert. Vorstand Josef Perisa spricht über die operative Zusammenarbeit sowie Ziele und Visionen. Fotos: Günther Bayerl Die Transcoop09 ist eine ziemlich einzigartige Unternehmerkooperation. Wie kam es dazu? Josef Perisa: Es fing 2009 mit dem klassischen Thema Ladungstausch zwischen den Gründungsmitgliedern an. Aus den Anfängen heraus entstand im Laufe der Jahre ein breites Angebot an Mehrwertdiensten, wie Versicherungsvermittlung, Beratung, Schulung, gemeinsamer Einkauf und Werkstättenservice. Derzeit etablieren wir eine digitale Plattform mit Ladungstausch, Telematik und Fuhrparkverwaltung. Das Thema Ladungstausch ist heute eigentlich nur noch der kleinste gemeinsame Nenner in der Zusammenarbeit unter unseren Mitgliedern in 18 europäischen Ländern. Dabei reicht unser Leistungsportfolio beim Transport von einem Kilo bis zu 150 Tonnen. Die Transcoop09 AG führt aber selbst keine eigenen Transporte durch; das ist und bleibt die Kernkompetenz unserer Mitglieder. Wie steuert man so eine Kooperation von eigenständig arbeitenden Unternehmen? Josef Perisa: Die Transcoop09 ist im Gegensatz zu vielen Frachtbörsen mit kommerziellem Hintergrund von ihren Mitgliedern gegründet und als eine Art Selfmade-Netzwerk aufgebaut worden. Dadurch sind wir völlig unabhängig und können frei von den wirtschaftlichen Interessen anderer agieren. So bleiben wir immer auf Augenhöhe von Mitglied zu Mitglied und zur verladenden Industrie. Daneben ist die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Lieferanten ein wichtiger Aspekt. Krone hat uns von Anfang an begleitet, und wir entwickeln unsere Partnerschaft ständig gemeinsam weiter. Die Transcoop09 ist seit 2015 eine Aktiengesellschaft mit 23 Aktionären aus unserer Gemeinschaft. Als Vorstand und einer von sechs angestellten Mitarbeitern leite ich die operativen Geschäfte. Wobei sich die Unternehmensziele von einer klassisch geführten Kooperation unterscheiden? Josef Perisa: Wie gesagt, der klassische Ladungstausch ist unser Basisgeschäft im Alltag. Darüber hinaus gehen wir mit einer Vielzahl von Angeboten und Ideen noch weiter. Unser Kernziel ist es, die Arbeit des Einzelnen zu optimieren. Hier achten wir nicht auf Menge, sondern auf Qualität. Eine der Hauptaufgaben ist es, Plattformen zu schaffen, über die die Mitglieder sich begegnen und kooperieren können. Wir haben das Glück, dass unsere deutschen Mitglieder mit ihren ausländischen Kollegen so gut zusammen arbeiten, dass man sich im Kerngeschäft, dem Gütertransport, bewusst nicht in die Quere kommt. Wie erreicht man diese Harmonie unter individuell wirtschaftenden Unternehmen? Josef Perisa: Die gute Zusammenarbeit zwischen unseren Mitgliedern basiert auf unserem Kodex, der – ähnlich der hanseatischen Kaufmannsehre – auf den vier Prinzipien Ehrlichkeit, Verantwortung, Verlässlichkeit und Treue basiert. Wir pflegen untereinander stets den persönlichen Kontakt und gehen aufeinander zu. Für uns stehen dabei immer die Menschen im Mittelpunkt! Lange Zugehörigkeiten der Transcoop09-Mitglieder belegen auch die Qualität unserer Zusammenarbeit. Die Gruppe entscheidet beispielsweise gemeinsam über die Neuaufnahme von Mitgliedern. Hier kommen nur inhabergeführte Unternehmen und keine Konzernspediteure infrage. Und wir handeln alle nach dem gleichen Prinzip: Der Kunde ist König, aber der Transporteur auch! Im Gegensatz zu den großen Konzernspediteuren sind unsere Mitglieder „Transporteure mit einem Gesicht“. Bleiben nach neun Jahren Kooperationsgeschäft noch Zukunftsziele im Visier? Josef Perisa: Davon gibt es natürlich noch genug! Die Digitalisierung in den meisten Tätigkeitsfeldern unseres Geschäfts steht ganz oben auf der Prioritätenliste. Die Einführung unserer digitalen Plattform wird es ermöglichen, am Markt schneller zu reagieren und effizienter zu arbeiten. Wir kümmern uns dabei nicht nur um die Frachtvermittlung mit all ihren Variationen, sondern betreiben ein aktives Fuhrparkmanagement: Wo bekommt ein Lkw den schnellstmöglichen Service, wo kann man unterwegs zu den von uns ausgehandelten Einkaufskonditionen Reifen wechseln, wo in der Nähe tanken oder wo sind gerade freie Parkplätze zu finden? Sämtliche Handschläge können auf der Plattform erledigt werden, und man muss nicht mehr zum Telefon greifen. Dazu nutzen wir eine eigene Telematiklösung, die mit allen gängigen Herstellersystemen kompatibel ist. Neue Technik, wie Lieferdrohnen bei der Stückgutzustellung und autonom fahrende Lkws bis hin zum fahrerlosen Transport, beschäftigt uns schon heute. Und dennoch: Wir haben echte Lkws, echte Kunden, echte Fahrer und natürlich entsprechende Probleme. Man kann nun mal auch heute nicht alles digitalisieren. Wenn Sie einen Kunden am Telefon mit einem Problem haben, dann ist das immer wieder superanalog! Wobei das gegenwärtig große Problem im Transportgewerbe der Fahrermangel bleibt … Josef Perisa: Das Defizit an qualifizierten Fahrern trifft natürlich auch unsere Mitglieder. Letztlich ist es so: Wenn Sie heute einen guten Fahrer einstellen, haben Sie ihn woanders weggenommen. Mit Geld allein kann man keinen Fahrernachwuchs akquirieren. Der Fahrerjob ist heute nicht mehr attraktiv genug; das müssen wir ändern. Auch hier geht es um die Wertschätzung von Menschen – vom Unternehmer bis zum Fahrer. Wir suchen Fahrer und vermitteln diese an trailerforum 29

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