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KRONE trailerforum 2018-02 (DE)

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»WIR BRAUCHEN

»WIR BRAUCHEN INTELLIGENTE KONZEPTE, IN DIE ALLE VERKEHRSTRÄGER EINGEBUNDEN SIND« Dr. Frank Albers, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing in der Krone Nutzfahrzeug Gruppe, traf in Hamburg Axel Plaß zu einem Spaziergang an einem bedeutenden Schauplatz des kombinierten Verkehrs: am Duss-Terminal der Deutschen Bahn in Hamburg. Der Unternehmer kandidiert für das Amt des DSLV-Präsidenten. 20 trailerforum

SPAZIERGANG Fotos: Willing-Holtz Der Fahrermangel ist kein neues Thema in der Branche – aber eines, das aktueller ist denn je. Wie packt man dieses Problem an? Plaß: Ich würde es ausweiten und nicht von Fahrermangel sprechen, sondern von einem Mangel an Menschen – an Menschen, die bereit sind, die Arbeiten zu erledigen, die rund um den Transport anfallen. Ob das der Fahrer ist oder der Kollege im Büro: Wir brauchen mehr Mitarbeiter in allen Bereichen. Das kennen andere Branchen ganz genauso, und es muss mehr getan werden, als nur Fahrer zu suchen. Albers: Ich denke ebenfalls, dass wir es mit einem ganzheitlichen Problem zu tun haben. Das Image des Kraftfahrerberufs spielt da als Ursache mit hinein – und auch, wie Fahrer behandelt werden, sei es an der Rampe oder auch in Bezug auf die Einhaltung engster Anlieferungszeitfenster beim Verlader. Solche Abläufe müssen sich ändern, da muss gemeinschaftlich gearbeitet werden. Und Transport als solcher muss mehr Wertschätzung erfahren. Transport kostet Geld – Logistik kostet Geld. Wenn im Onlinehandel Retouren kostenlos sind, dann suggeriert das dem Endverbraucher, diese Dienstleistung sei nichts wert. Es gibt sicher nicht die eine Lösung, sondern es sind viele Bausteine, die gemeinsam zu einem gewissen Erfolg beitragen können. Beispielsweise könnte man die Ausbildung so anpassen, dass schon junge Absolventen mit Haupt- oder Realschulabschluss den Beruf lernen dürfen – sodass diese gegebenenfalls bereits mit 16 Jahren den Führerschein machen und vielleicht schon im Nahverkehr eingesetzt werden dürften. Plaß: Als Vorsitzender des Fachausschusses Schienengüterverkehr im DSLV plädiere ich natürlich für eine Ausweitung des kombinierten Verkehrs. Dann können die Fahrer im Schichtdienst arbeiten und öfter zu Hause sein – diese Angleichung der Arbeitszeiten würde den Beruf attraktiver machen. Wir finden für diese Jobs immer noch ganz gut Personal. Da ist es auch schwierig, aber nicht so schwierig wie im Fernverkehr. Und meiner Meinung nach gehört vieles, was über eine Strecke von mehr als 300 Kilometern auf der Straße transportiert werden soll, in den kombinierten Verkehr. Wird sich das Problem nicht von selbst erledigen, wenn der Beruf durch autonomes Fahren und Platooning ausstirbt? Plaß: Ich glaube nicht, dass das so eintritt – so weit sind wir noch lange nicht. Wer heute eine Lehre als Berufskraftfahrer abschließt, kann davon ausgehen, dass er damit in Rente gehen kann. Welches Potenzial für Transport und Logistik steckt noch in neuen Technologien? Albers: Wir sind Produkthersteller, aber Service spielt für uns auch immer eine wichtige Rolle – von der Telematik, mit der wir Daten der Fracht erzeugen und zugäng lich machen, über den Smart Trailer, der beispielsweise die Überwachung des Laderaums möglich macht, bis zur WLAN-fähigen Telematikbox. So kann man den Trailer in Zukunft direkt mit Frachtenbörsen verbinden und zusätzliche Aufträge generieren. Bei den Produkten sind Themen wie Rekuperation spannend oder besonders leichtere Werkstoffe wie Feinkornstahl, die mehr Nutzlast ermöglichen und den CO2-Ausstoß reduzieren. Für weniger Spritverbrauch sorgen auch Seiten verkleidungen oder Heckdiffuser. Wir werden bei diesen Themen auch mit gesetzlichen Vorgaben konfrontiert, auf die wir uns entsprechend zukunftsweisend vorbereiten. Herr Plaß, wie intelligent ist Ihr Fuhrpark bei Zippel? Plaß: Wir nutzen seit Jahren eine Standortbestimmung, die unsere Disponenten unterstützt, indem sie anzeigt, wo sich welches Fahrzeug gerade befindet. Unsere Prozesse im Haus werden heute von der IT unterstützt, aber immer noch von Menschen gesteuert. Wir richten uns darauf ein, dass die Prozesse bald komplett IT-gesteuert sind. Wir nutzen Gas-Lkws und reduzieren damit den Feinstaub- und CO2-Ausstoß um 95 Prozent. Umweltverträglichkeit ist auch für unsere Kunden immer wichtiger, und sie sind zunehmend bereit, dafür auch Geld auszugeben. Kombiniert mit intelligenten Transportführungen kann das der Erfolg sein – und dann kann man dem Kunden auch ein Produkt anbieten, das er guten Gewissens buchen kann. Das ist aber alles nur möglich mit hochwertigen Fahrzeugen, auf die wir uns verlassen können. Qualität bleibt der wichtigste Erfolgsfaktor? Plaß: Unbedingt, sie ist heute wichtiger denn je. Die Zuverlässigkeit von Material ist zu einem ausschlaggebenden Faktor geworden. Denn wenn ich ZUR PERSON Axel Plaß, Jahrgang 1966, ist geschäftsführender Gesellschafter der Hamburger Spedition Konrad Zippel. Mit seinem Unternehmen setzt er stark auf den kombinierten Verkehr: Bei Zippel gehen pro Woche mehr als 3.000 TEU über die Schiene – vor allem von Hamburg, Wilhelmshaven und Bremen nach Berlin oder Leipzig und Schkopau. Plaß sitzt seit 2016 im Präsidium des Deutschen Speditions- und Logistikverbands (DSLV) und ist dort Vorsitzender des Fachausschusses Schienengüterverkehr. Er kandidiert für das Amt des DSLV-Präsidenten, die Wahl findet Mitte September statt. trailerforum 21

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