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KRONE trailerforum 2018-02 (DE)

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PORTRÄT Bei einer

PORTRÄT Bei einer Vielzahl von Transporten darf die Kühlkette nie unterbrochen sein – das muss durchgängig kontrolliert werden. Mittelmeer-Kreuzfahrtschiffe just in time mit Lebensmitteln, Getränken und Bedarfsartikeln aller Art. 10 bis 15 Lkw-Ladungen müssen dafür jeweils von Hamburg nach Piräus transportiert werden. Alle Lkws müssen zur selben Zeit dort sein. „Da müssen wir sehr hohe Qualität abliefern“, berichtet der Logistiker. Die Lkw-Disposition ist bei diesen Transporten sieben Tage pro Woche rund um die Uhr erreichbar, um bei Problemen schnell reagieren zu können – etwa, wenn der Fahrer nachts um zwei anruft und berichtet, dass die Zugmaschine kaputt oder der Sattelauflieger defekt ist, oder wenn die Fähre von Italien nach Griechenland nicht fahren kann. Bei vielen Transporten ist es wichtig, dass die Kühlkette nie unterbrochen und diese Durchgängigkeit auch dokumentiert wird. Manche Kunden erwarten, dass eine Stunde vor der Ankunft des Lkws am Verladeort die dokumentierten Temperaturdaten übermittelt werden. Erst wenn geprüft ist, ob der digital überwachte Temperaturverlauf während der Fahrt einwandfrei war, darf der Fahrer ins Lager hineinfahren und seine Ware entladen. Gibt es zu große Schwankungen, kann er gleich umkehren. „Auch bei diesen Transporten sind die Qualität der Sattelauflieger und die Funktionsfähigkeit des Telematiksystems ganz wichtig“, erläutert Gottfried Buchinger. Ähnlich ist es bei bestimmten Gefahrguttransporten. Bei ihnen müssen die Temperaturen exakt eingehalten werden, um Schäden zu vermeiden. „Wir haben mit jedem Kunden ganz genaue Prozessvereinbarungen“, berichtet der Logistikchef. Das habe sich über die Jahre bestens bewährt. Für einen Großkunden werden Tiefkühlwaren durch ganz Europa gefahren – bei einer Reklamationsrate von null. „Das spricht nicht nur für die Qualität der Sattelauflieger, sondern auch für unsere Mitarbeiter, die einen wirklich guten Job machen.“ WEITERENTWICKLUNG DES STANDORTES Eines der größten Probleme der Branche ist der Wettbewerb um die Fahrer. Immer weniger junge Leute wollen Lastwagenfahrer werden, vom Ruf des „Kapitäns der Landstraße“ ist nicht viel übrig. „Der Job ist nicht mehr beliebt, und man ist die ganze Woche unterwegs“, erklärt Buchinger. Dabei verdiene man inzwischen ganz ordentlich, und die Löhne würden weiter steigen. Um die Fahrer zu halten, unternimmt die Donaulager Logistics einiges. Das Unternehmen baut gerade ein neues Ingate mit ausreichend Stellplätzen für die Lkws, schönen Räumen, Schlafplätzen und Duschen, damit die Fahrer „ordentliche Verhältnisse“ haben, wie der Logistikchef sagt. Ganz wichtig ist ihm auch die menschliche Seite, das Betriebsklima: „Wir pflegen einen ordentlichen Umgang miteinander, vom Fahrer über den Lagerarbeiter bis zur Geschäftsleitung.“ Bereits seit 2014 macht das Unternehmen den Standort fit für die Zukunft. Mit dem „Projekt Neuland“ wird das gesamte Betriebsareal weiterentwickelt. „Damit werden wir weiter in Richtung Logistik und Dienstleistung expandieren“, erzählt Gottfried Buchinger. Kernstück des Projekts ist eine neue, über 8.000 Quadratmeter große Speziallagerhalle für Tiefkühl- und Pharmaprodukte, die direkt neben dem Ingate entstehen wird. Die Planungsarbeiten laufen auf Hochtouren, Baubeginn soll Mitte 2019 sein. 30 trailerforum

BLICKWINKEL KOLLABORATION ZWISCHEN MENSCH UND MASCHINE Krone setzt in der Produktion zunehmend auf Automatisierung. Dieser Prozess greift tief in die Strukturen des Unternehmens ein. Fotos: Linz AG, Krone Wie automatisiert ist die Produktion von Krone bereits? Krone fertigt seine Komponenten heute teil- und vollautomatisiert. Das sorgt für mehr Prozessstabilität und Effizienz, für eine stabile Qualität der Fahrzeuge sowie für Zuverlässigkeit und Liefertreue. Als wir 2004 unser Werk für die Produktion von Kühlkoffern in Lübtheen errichtet haben, war die Automatisierung bereits ein Thema für uns. Entsprechend haben wir Roboter- und Fördertechnik aufgebaut und die Anlagen im Sinne von Industrie 4.0 vernetzt. Die Automatisierung wird weiterentwickelt und auf alle Standorte übertragen. Bei der Umstellung auf Automatisierung mussten sicher besondere Anforderungen berücksichtigt werden, richtig? Die Automatisierung ist ein sehr komplexer Prozess, der tief in unsere Strukturen eingreift. Das macht eine gute Abstimmung der Schnittstellen nötig und fordert uns alle heraus. In der Vergangenheit prägten manuelle Tätigkeiten unsere Produktion. Wenn in Zukunft Roboter diese Aufgaben übernehmen, müssen alle Tätigkeiten präzise ineinandergreifen – von der Entwicklung bis zur Auslieferung des Fahrzeugs. Wie nehmen Sie die Mitarbeiter auf diesem Weg mit? Der demografische Wandel macht es schwieriger, Fachkräfte zu finden. Die Automatisierung löst dieses Dilemma zum Teil, weil wir insgesamt weniger Mitarbeiter brauchen. Aber der Wandel bringt neue Anforderungen mit sich: Unsere Mitarbeiter müssen sich zunehmend spezialisieren. Um die qualifiziertesten Fachkräfte zu finden, binden wir unsere Personalexperten früh ein. Welches Potenzial sehen Sie in der Automatisierung für Krone und für die Branche? Unsere Kunden kommen größtenteils aus der Logistik. Sie sind wie wir gefordert, Objekte, Menschen und Systeme miteinander zu verbinden. Nur so schaffen wir unternehmensübergreifend Wertschöpfungsnetzwerke, die dynamisch, echtzeitoptimiert und selbstorganisierend sind. Wir arbeiten in der Unternehmensgruppe eng zusammen und führen übergreifende Standards für Produktion und Logistik ein. Dabei berücksichtigen wir die individuellen Parameter am Standort. Da bleiben wir am Ball, weitere Investitionen sind geplant. ZUR PERSON Jens Ficker, Jahrgang 1973, kam 1991 zu Brüggen, war in der Logistik sowie in der Produktion des Unternehmens tätig und hat berufsbegleitend BWL studiert. Heute ist er Geschäftsführer der Brüggen Oberflächen- und Systemlieferant GmbH und leitet seit 2016 als Mitglied der Geschäftsführung des Fahrzeugwerks die Produktion der Krone Nutzfahrzeug Gruppe. trailerforum 31

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