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KRONE trailerforum1-2014

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Voller Tatkraft und

Voller Tatkraft und Zuversicht: Bernard Krone Ablösung des bestehenden Programms sein – keine Ergänzung. Gigant bleibt als Marke erhalten Was bedeutet der Zusammenschluss für Krone? Wir können damit flexibler am Markt agieren und auch angreifen. Das Thema Achsen ist Teil einer Gesamtstrategie und zeigt unsere Wende um 180 Grad. Wir haben festgestellt, dass der Markenname Krone in Europa für einen Premium-Sattelauflieger steht. Bis vor etwa fünf Jahren war es für unsere Kunden wichtig, Premiumteile und Ersatzteile für Premiumteile an jeder Ecke in Europa schnell zu bekommen. Heute geht es eher um die generelle Versorgung mit Ersatzteilen und die Möglichkeit, durch Bündelung Einkaufsvorteile zu erzielen. Wir haben diese Themen mit vielen Kunden besprochen und sind zu der Erkenntnis gelangt, dass jetzt die richtige Zeit ist, jede einzelne Komponente am Fahrzeug nicht nur von Premiumherstellern anzubieten, sondern auch von Krone direkt. Zukünftig – und das werden wir auf der IAA sehen – wird es nach Krone-Wahl sozusagen ein Fahrzeug geben, das vom Reifen über die Achsen, die Türgriffe, das Dach und die gesamte Konstruktion nur Teile verbaut hat, die ein Krone-Logo und natürlich auch eine Krone-Ersatzteilnummer tragen. Wir investieren gerade große Summen im Ersatzteilbereich – Stichwort Onlineshop, Bestände, Versandwege – um auch hier entsprechende Vorteile generieren zu können. Wäre es für Sie auch denkbar, eigene Kühlmaschinen anzubieten? Ich würde nie „nie“ sagen. Wir haben uns als Letzter der großen Sattelaufliegerhersteller dazu entschlossen, eigene Achsen zu bauen. Wir sind dafür offen, gemeinsam mit den Kühlmaschinenherstellern aggressiv Marktanteile zu erobern und haben uns entsprechend aufgestellt. Als wir vor 12, 13 Jahren mit Kühlaufliegern angefangen haben, waren wir ein absoluter Nobody in dem Markt. Heute haben wir mit Lübtheen das modernste Kühlaufliegerwerk der Welt, sind die Nummer zwei in Europa und gewinnen aktuell Marktanteile. Wir haben mit unserem Partner Brüggen zusammen über 100 Millionen Euro in Lübtheen investiert, und wir werden in den kommenden zwölf Monaten noch mal einen zweistelligen Millionenbetrag für eine Kapazitätserweiterung nachlegen. Ich denke, dass das Signal genug sein sollte – sowohl für unsere Wettbewerber als auch für unsere Lieferanten –, uns in diesem Segment ernst zu nehmen. China als Markt und Standort Wenn die Markteintrittsbarrieren in einem Land hoch sind, denkt Bernard Krone gern darüber nach, dort auch zu fertigen. Sattelauflieger seien aber eine Art Commodity, und wenn die Chinesen etwas beherrschten, dann sei es die Fertigung eben solcher Commodities wie Container, Containerchassis und Sattelauflieger. Wenn man jetzt dafür eine Fabrik in China bauen könne, könne man das auch noch in fünf oder zehn Jahren. Zu früh sei man selten. Anders sähe es bei der Landtechnik aus, mit der Krone schon seit Jahren aktiv in China vertreten ist. Man hätte dort einen sehr guten Ruf und sehr interessante Partner. Da man seit fast einem Jahrzehnt Komponenten aus China beziehe, kenne man die fortschrittlichen Lieferstrukturen und könne sich durchaus vorstellen, in einigen Jahren Landtechnik in China zu produzieren. Es sei also nicht so, dass man sich vor dem Markt fürchte oder sich ein Engagement nicht zutraue, nur Sattelauflieger seien derzeit noch kein Thema. Bernard Krone setzt andere Prioritäten: „Wir wollen uns erst weiter in Europa festigen und uns dann Russland zuwenden – vorausgesetzt, die russische Wirtschaft kann weiterwachsen. 28 trailerforum | Interview mit Bernard Krone

Wie die meisten der knapp 1.000 Mitarbeiter in Werlte stammt auch Wolfgang Finner aus der Region. Fotos: Stefan Schöning 1.000 Bewerbungen für 100 Ausbildungsplätze Von Ihrem Vater stammt der Satz: „Für Krone arbeitet man einen Tag oder ein ganzes Leben lang.“ Daraus spricht einerseits viel Stolz, andererseits ist das auch eine große soziale Verpflichtung. Wie können Sie dem gerecht werden? Wir hatten 2009 eines der schwersten Jahre unserer Geschichte erlebt, in dem wir etwa 180 Mitarbeiter entlassen mussten. Das war für uns sehr schwer, das sind die unschönen Entscheidungen, die man als Unternehmen oder als Unternehmer treffen muss. Was die damalige Situation angeht, wäre auch eine doppelt so hohe Reduzierung gerechtfertigt gewesen. Aber wir hatten uns dagegen entschieden. Soziale Verantwortung spiegelt sich auch in vielen anderen Dingen wider: Das sind die kleinen Dinge im Betrieb, wie man miteinander umgeht, das sind aber auch Themen wie Suchtberatung und Hilfe bei psychischen Erkrankungen. Wir haben erst vor einigen Monaten unser betriebliches Gesundheitsmanagement gestartet, bei dem wir eng mit der AOK zusammenarbeiten und mit Markus Hornig, dem Motivationstrainer der Frauenfußball-Nationalmannschaft. Beide Partner werden uns helfen, die Arbeitsplätze ergonomischer zu gestalten, die Abläufe zu verbessern und die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter zu steigern, um deren Gesundheit zu fördern. Natürlich unterstützen wir auch die lokalen Sportvereine oder sponsern besondere Initiativen in der Region. Was tun Sie, um regional und überregional gute Mitarbeiter zu finden? Womit können Sie Großstädter ins Emsland locken? Geld alleine ist nicht alles. Einen eingefleischten Stadtmenschen zu überzeugen, hierherzuziehen, ist schwierig, insbesondere wenn es um die Familie geht. Das Landleben hat aber auch viele Vorzüge, etwa einen hohen Lebensstandard, geringe Kriminalität und eine deutlich geringere Anonymität – man steht hier noch zusammen. Und die Kaufkraft eines Krone-Gehalts ist hier deutlich höher als zum Beispiel in Stuttgart. Darüber hinaus tun wir viel, um uns überregional darzustellen. Wir sind seit Jahren auf Karriere- und Jobmessen sowie auf Ausbildungsbörsen vertreten. Mit unseren Produkten aus den Bereichen Nutzfahrzeuge und Landtechnik gehen wir auch in die Schulen und stellen an einem Tag beispielhaft Karrieremöglichkeiten vor. Das zahlt sich aus: Am Standort Spelle suchen wir beispielsweise pro Jahr 100 Auszubildende, Trainees und Studenten und erhalten weit über 1.000 Bewerbungen. Interview mit Bernard Krone | trailerforum 29

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